Sinnvolles Fahrradzubehör: Was man zuerst kaufen sollte
Wer ein neues Fahrrad kauft oder ein älteres wieder fit machen will, steht vor einer großen Auswahl an Zubehör. Die Reihenfolge entscheidet, ob das Geld sinnvoll ausgegeben ist: Kaufen Sie zuerst, was vor Unfällen und Diebstahl schützt, danach, was den Alltag bequemer macht. Die Prioritätenliste: Beleuchtung und Bremsen, ein stabiles Schloss, Wetterschutz, Gepäck, zuletzt Pannenhilfe.
Beleuchtung und Bremsen
Ein Fahrrad ist erst dann verkehrstauglich, wenn die Beleuchtung funktioniert und die Bremsen zuverlässig greifen. Ohne Licht sind Sie in der Dämmerung und bei Dunkelheit für andere Verkehrsteilnehmer kaum zu sehen. Das Unfallrisiko steigt deutlich. Prüfen Sie vor jeder Fahrt, ob Vorder- und Rücklicht leuchten, die Reflektoren sauber sind und beide Bremsen fest zupacken. Wenn etwas fehlt oder schwächelt, steht die Reparatur oder der Austausch zuerst auf der Einkaufsliste.
Ein gutes Set aus Front- und Rücklicht kostet nicht viel und ist schnell montiert. Achten Sie darauf, dass die Leuchten fest sitzen und der Akku eine brauchbare Laufzeit hat. Wer regelmäßig bei Dunkelheit fährt, sollte nicht an der Lichtqualität sparen. Eine helle, gut ausgeleuchtete Fahrbahn macht das Fahren sicherer.
Das richtige Schloss
Ein Fahrrad ohne Schloss ist in Städten ein leichtes Ziel. Hochwertige Schlösser erschweren Dieben die Arbeit deutlich. Die Sicherheitsstufen auf den Verpackungen zeigen an, wie viel Schutz ein Modell bietet. Wählen Sie ein Schloss, das zur Diebstahlgefahr an Ihrem üblichen Abstellort passt. Wer das Rad nur kurz vor dem Supermarkt abstellt, braucht weniger Schutz als jemand, der es über Nacht an einer belebten Straße anschließt.
Ein gutes Schloss ist sicher und zugleich praktisch. Ein Bügelschloss oder ein Faltschloss lässt sich leichter am Rahmen transportieren als ein schweres Kettenschloss. Schließen Sie das Rad immer an einen festen Gegenstand an und sichern Sie dabei Rahmen und ein Laufrad.
Regenkleidung und Schutzbleche
Wer bei Regen fährt, braucht Kleidung, die trocken hält, und Schutzbleche, die Spritzwasser abhalten. Eine wasserdichte Jacke mit Kapuze gehört zur Grundausstattung, wenn Sie das Rad nicht nur bei Schönwetter nutzen. Schutzbleche sind vor allem im Alltag wertvoll, weil sie Wasser und Schmutz von Ihnen und vom Fahrrad fernhalten. Sie lassen sich an den meisten Rädern nachrüsten und machen das Fahren bei Nässe deutlich angenehmer.
Wetterschutz kann warten, bis Sie wissen, dass Sie das Rad auch bei schlechtem Wetter nutzen. Wer nur an trockenen Tagen fährt, braucht weder Regenjacke noch Schutzbleche. Entscheiden Sie nach Ihrem Fahrverhalten, nicht nach einer allgemeinen Ausstattungsliste.
Gepäckträger und Taschen
Ein Gepäckträger mit passenden Taschen oder ein Korb macht das Rad zum Alltagsfahrzeug für Einkäufe, Arbeitsweg und Ausflüge. Ohne Gepäckmöglichkeit tragen Sie alles auf dem Rücken, was bei schweren Einkäufen schnell unpraktisch wird. Prüfen Sie, ob Ihr Rahmen die Montage eines Gepäckträgers erlaubt, und wählen Sie Taschen, die fest einrasten und nicht im Speichenrad hängen.
Diese Anschaffung hat Zeit. Kaufen Sie Gepäck erst, wenn Sie das Rad tatsächlich für Transporte nutzen. Wer nur sportlich unterwegs ist, kommt ohne Gepäckträger aus und spart sich Gewicht und Montageaufwand.
Reparaturset und Ersatzschlauch
Ohne Flickzeug, Werkzeug oder Ersatzschlauch ist eine Reifenpanne unterwegs ein häufiges Problem. Ein kleines Reparaturset mit Reifenhebern, Flickzeug und einer Luftpumpe passt in eine Satteltasche und gehört zur Grundausstattung, sobald Sie längere Strecken fahren. Damit beheben Sie einen platten Reifen selbst, statt das Rad zu schieben oder auf Hilfe zu warten. Das Set ist günstig und klein. Sie können es also gleich mit den ersten Anschaffungen kaufen.
Für ADAC-Mitglieder ist die Fahrrad-Pannenhilfe inzwischen im Mitgliedsbeitrag enthalten. Sie hilft rund um die Uhr, repariert vor Ort oder transportiert das Rad zur Werkstatt. Das ist ein guter Rückhalt, ersetzt aber kein eigenes Reparaturset. Die Hilfe muss erst ankommen.