Radfahren bei Regen und Kälte: Die richtige Ausrüstung
Wer im Herbst und Winter täglich mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen fährt, braucht die richtige Ausrüstung, um trocken und warm anzukommen. Das Zwiebelprinzip ist entscheidend: mehrere dünne Schichten statt einer dicken Jacke, damit Sie Ihre Körpertemperatur regulieren. Dazu kommen Licht und Reflektoren für die dunkle Jahreszeit sowie Anpassungen am Fahrrad.
Schichten statt dicker Jacke
Das Zwiebelprinzip funktioniert beim Radfahren besser als jede einzelne Winterjacke. Zwischen den Schichten bleibt Luft eingeschlossen, und diese Luft isoliert besser als ein dicker Stoff. Eine typische Kombination besteht aus drei Schichten. Die Funktionsunterwäsche führt Feuchtigkeit von der Haut weg. Die Mittelschicht, etwa Fleece oder Wollpullover, wärmt. Die Außenschicht ist wind- und wasserdicht. Die äußere Schicht muss Regen abhalten, aber gleichzeitig Feuchtigkeit nach außen lassen, sonst schwitzen Sie von innen.
Beim Fahren produziert der Körper viel Wärme, besonders an Anstiegen oder bei zügigem Tempo. Wer sich zu warm anzieht, schwitzt, und nasse Kleidung kühlt den Körper schneller aus als trockene. Deshalb lohnt es sich, die Schichten anzupassen: Bei mildem Wetter reichen zwei Schichten, bei starkem Frost brauchen Sie alle drei. Eine dünne Mütze unter dem Helm und Handschuhe gehören dazu, denn über Kopf und Hände geht viel Wärme verloren.
Licht und Reflektoren prüfen
In der dunklen Jahreszeit entscheidet die Beleuchtung über Ihre Sichtbarkeit. Der ADAC empfiehlt ein weißes Frontlicht und ein rotes Rücklicht. Dazu kommen Reflektoren: vorne in Weiß, hinten in Rot, an den Pedalen in Gelb und an den Rädern. Die Lichter müssen bei Dämmerung, Dunkelheit und schlechter Sicht eingeschaltet sein. Kontrollieren Sie vor jeder Fahrt, ob die Lichter funktionieren und die Reflektoren nicht verschmutzt oder verdeckt sind.
Seit Jahresbeginn dürfen Fahrräder mit Blinkern ausgerüstet werden. Der ADAC sagt: Blinker machen die Absicht abzubiegen besser sichtbar als Handzeichen, besonders bei Dunkelheit. Wer oft in der Stadt abbiegt, kann mit einem Blinkersatz die Sicherheit erhöhen. Handzeichen bleiben aber weiterhin erlaubt und sind für viele Fahrer die einfachere Lösung.
Das Fahrrad für Regen rüsten
Neben der Kleidung braucht das Rad selbst ein paar Anpassungen, damit die Fahrt bei Nässe sicher bleibt. Schutzbleche gehören zu den nützlichsten Ergänzungen: Sie halten Wasser und Schmutz von Kleidung und Gesicht fern und machen die Fahrt auch bei Regen angenehm. Wer keine Schutzbleche montieren kann, hilft sich mit einem langen Schmutzfänger am Vorderrad.
Nasse Straßen verändern das Fahrverhalten. Bremsen greifen bei Nässe später, die Bremswege werden länger. Prüfen Sie deshalb regelmäßig die Bremsbeläge und ersetzen Sie abgenutzte Beläge rechtzeitig. Auch die Reifen spielen eine Rolle: Ein Profil mit griffiger Mischung bietet auf nassem Asphalt mehr Halt als ein glatter Slick. Bei Glätte hilft es, den Luftdruck etwas zu senken, damit der Reifen mehr Auflagefläche bekommt.
Nach der Fahrt bei Regen sollten Sie das Rad kurz pflegen. Nässe und Streusalz greifen Kette und Schaltwerk an. Ein Abwischen mit einem trockenen Tuch und gelegentliches Ölen der Kette verlängern die Lebensdauer der Antriebsteile deutlich.