Pedelec bis 25 km/h: Regeln, Kauf und Unterschiede
Ein Pedelec bis 25 km/h ist rechtlich ein Fahrrad: Der Motor unterstützt nur beim Treten und schaltet bei 25 km/h ab. Weil Pedelecs ohne Versicherung, Kennzeichen und Führerschein auskommen, sind sie die häufigste Wahl für Pendler und Alltagsfahrer. Von E-Bike und S-Pedelec unterscheidet sie sich rechtlich klar, auch wenn viele die Begriffe im Alltag verwechseln.
Unterschiede zu E-Bike und S-Pedelec
Viele Menschen nennen jedes Elektrofahrrad ein E-Bike. Das ist technisch und rechtlich falsch. Ein Pedelec hat einen Motor mit begrenzter Leistung, der nur beim Treten hilft und bei 25 km/h abschaltet. Ein E-Bike im engeren Sinne hat einen Antrieb, der auch ohne Treten funktioniert, etwa per Gasgriff. Solche Fahrzeuge gelten rechtlich als Kleinkraftrad.
Das S-Pedelec ist eine eigene Klasse. Es unterstützt bis 45 km/h und wird rechtlich wie ein Mofa oder Kleinkraftrad behandelt. Dafür gelten andere Regeln. Das Gesetz definiert die Begriffe Pedelec und E-Bike nicht klar. Die Unterscheidung ergibt sich aus der Auslegung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO).
Regeln für das Pedelec
Ein Pedelec bis 25 km/h fällt unter die Fahrradregeln. Sie brauchen keine Zulassung, kein Versicherungskennzeichen und keinen Führerschein. Das Fahrrad muss aber die von der StVZO vorgeschriebene Ausstattung haben: funktionierende Scheinwerfer und Rücklicht, eine Klingel sowie Reflektoren an Vorder- und Rückseite und an den Pedalen.
Auf Radwegen dürfen Sie mit dem Pedelec fahren, weil es rechtlich ein Fahrrad ist. Das gilt auch für Fahrradstraßen und Einbahnstraßen mit Freigabe für Radverkehr. Für Pedelecs besteht keine Helmpflicht. Trotzdem ist ein Helm sinnvoll, denn die Unfallgefahr ist dieselbe wie bei einem normalen Fahrrad.
Anders sieht es beim S-Pedelec aus. Es gilt als Kleinkraftrad, daher sind Helm, Versicherungskennzeichen und ein Führerschein der Klasse AM oder B Pflicht. Auf Radwegen dürfen Sie mit dem S-Pedelec in der Regel nicht fahren, Sie müssen die Fahrbahn nutzen.
Worauf es beim Pedelec-Kauf ankommt
Ein Vergleichstest aus dem Jahr 2025 hat 94 Pedelecs geprüft und zeigt die Unterschiede bei Motor, Akku und Handling. Vor dem Kauf sollten Sie sich überlegen, wofür Sie das Rad hauptsächlich nutzen: täglicher Arbeitsweg, Einkäufe oder Freizeitfahrten.
Der Motor ist das wichtigste Bauteil. Mittelmotoren sitzen am Tretlager und verteilen das Gewicht gleichmäßig, Nabenmotoren liegen im Hinterrad und sind günstiger. Für hügeliges Gelände und längere Strecken ist ein Mittelmotor meist die bessere Wahl. Das Gesetz begrenzt die Motorleistung, entscheidend ist also eher das Drehmoment, das der Hersteller angibt.
Der Akku bestimmt die Reichweite. Sie hängt von der Akkukapazität, Ihrem Fahrstil, dem Gelände und der Unterstützungsstufe ab. Wer täglich eine lange Strecke pendelt, braucht einen größeren Akku als jemand, der nur kurze Fahrten in der Stadt macht. Achten Sie darauf, ob der Akku entnehmbar ist, damit Sie ihn in der Wohnung laden können.
Das Gewicht ist wichtig, wenn Sie das Rad häufig in den Keller tragen oder an den Zug nehmen müssen. Pedelecs wiegen deutlich mehr als normale Fahrräder. Prüfen Sie auch, ob der Händler in Ihrer Nähe Service und Ersatzteile anbietet, denn bei Motor oder Akku sind Sie auf Fachwerkstatt und Hersteller angewiesen.