Kinder-Fahrradhelm: So finden Sie die richtige Passform

Ein Fahrradhelm schützt nur, wenn er richtig sitzt. Ein zu großer Helm rutscht bei einem Sturz vom Kopf. Ein zu kleiner Helm drückt, und Kinder nehmen ihn schnell ab. Beim Kinderhelm zählt die Passform mehr als die Optik. Sie bestimmen die richtige Größe anhand des Kopfumfangs. Sie prüfen Gewicht, Belüftung, Verschluss und Sichtbarkeit. Und Sie testen den Sitz beim Probieren.

Die richtige Größe messen

Die richtige Größe bestimmen Sie über den Kopfumfang. Messen Sie mit einem Maßband knapp über den Augenbrauen und den Ohren, dort, wo der Helm später sitzen soll. Die Hersteller geben für jeden Helm eine Spannweite in Zentimetern an. Wählen Sie einen Helm, dessen Bereich den gemessenen Umfang einschließt, und stellen Sie das Verstellsystem am Hinterkopf so ein, dass der Helm ohne Druck am Kopf anliegt.

Kinderhelme gibt es in verschiedenen Schnitten. Klassische Helme sind schmaler und aerodynamischer, Skatehelme bedecken mehr vom Kopf und sind oft auch für Roller und Skateboard gedacht. Beide schützen, wenn sie richtig sitzen. Unabhängige Tests von ADAC, Stiftung Warentest und ÖKO-TEST vergleichen regelmäßig Kinderhelme und helfen bei der Auswahl.

Weil Kinder schnell wachsen, sollten Sie den Sitz regelmäßig prüfen. Ein Helm, der im Frühjahr noch passt, kann im Herbst schon drücken. Messen Sie den Kopfumfang vor jedem Neukauf neu.

Gewicht und Belüftung

Ein leichter Helm ist für Kinder angenehmer und wird eher getragen. Das Gewicht spielt vor allem bei den Kleinsten eine Rolle, weil ein schwerer Helm den Kopf belastet und den Tragekomfort senkt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Helm nicht unangenehm drückt und dass er gut belüftet ist. Belüftungsöffnungen lassen Luft an den Kopf und verhindern, dass sich unter dem Helm Hitze staut. Ein Helm, der schnell warm wird, landet im Sommer oft im Rucksack statt auf dem Kopf.

Verschluss und Sichtbarkeit

Der Verschluss muss sich von Kindern selbst bedienen lassen, sonst bleibt der Helm offen. Viele Kinderhelme haben Magnetverschlüsse, die sich mit einer Hand schließen lassen und sich nicht einklemmen. Prüfen Sie, ob der Verschluss fest hält und sich nicht von selbst öffnet. Auch das Verstellsystem am Hinterkopf sollte sich leicht drehen lassen, damit der Helm bei jedem Aufsetzen richtig sitzt.

Für die Sichtbarkeit im Straßenverkehr sorgen helle Farben, reflektierende Elemente und manchmal ein integriertes Rücklicht. Reflektoren sind vor allem in der Dämmerung wichtig, weil sie das Licht von Autoscheinwerfern zurückwerfen. Ein Helm mit auffälliger Farbe macht Ihr Kind auch am Tag besser sichtbar.

So prüfen Sie den Sitz

Beim Probieren prüfen Sie den Sitz in vier Schritten. Setzen Sie den Helm gerade auf den Kopf, sodass er waagerecht sitzt und die Stirn bedeckt. Der vordere Rand sollte knapp über den Augenbrauen liegen. Die Riemen laufen seitlich als V unter den Ohren und treffen sich unter dem Kinn. Der Kinnriemen liegt eng an, ohne zu drücken. Schütteln Sie den Kopf: Der Helm darf nicht verrutschen. Wenn er sich nach vorne oder hinten bewegt, stellen Sie das Verstellsystem enger oder wählen Sie eine kleinere Größe.

Lassen Sie Ihr Kind den Helm beim Probieren ein paar Minuten tragen. So zeigt sich, ob er an einer Stelle drückt oder die Belüftung ausreicht. Ein unbequemer Helm wird zu Hause schnell abgenommen und schützt dann nicht.

Vorsicht bei gebrauchten Helmen

Bei gebrauchten Helmen ist Vorsicht geboten. Ein Helm, der schon einen Sturz mitgemacht hat, kann innen beschädigt sein, auch wenn die Schale äußerlich intakt aussieht. Die Dämpfung verliert nach einem Aufprall ihre Schutzwirkung. Kaufen Sie einen gebrauchten Helm nur, wenn Sie sicher sind, dass er nie gestürzt ist, und prüfen Sie Schale, Polster und Riemen auf Risse und Abnutzung. Im Zweifel lohnt ein neuer Helm.