Funktionale Mountainbike-Bekleidung für jede Jahreszeit
Mountainbiken funktioniert in jeder Jahreszeit, wenn die Bekleidung zum Wetter passt. Atmungsaktive Stoffe leiten Schweiß nach außen, winddichte Schichten halten auf Abfahrten warm, und bei unbeständigem Wetter gehört eine wasserdichte Jacke in den Rucksack. Wer diese drei Funktionen kombiniert, bleibt im Sommer kühl und im Winter trocken.
Das Drei-Schichten-Prinzip
Die meisten funktionalen Radbekleidungen folgen dem Schichtprinzip. Eine erste Schicht sitzt direkt auf der Haut und transportiert Feuchtigkeit nach außen. Die zweite Schicht isoliert und hält Wärme, die dritte schützt vor Wind und Regen. Beim Mountainbiken ist wichtig, dass alle Schichten beweglich bleiben, weil Sie auf dem Trail ständig die Position wechseln.
Mountainbike-Bekleidung sitzt etwas lockerer als Rennradbekleidung. Sie ist an den beanspruchten Stellen verstärkt, weil sie auf dem Trail Stöße und Schmutz aushalten muss. Die Nähte sind robuster, und die Schnitte lassen mehr Bewegungsfreiheit für Beine und Arme.
Sommerbekleidung für heiße Tage
Der Sommer ist die beste Zeit zum Mountainbiken: trockene Trails, lange Abende und staubige Bikepark-Runden. Bei hohen Temperaturen kommt es auf leichte, atmungsaktive Materialien an, die kühlen und gleichzeitig auf dem Trail funktionieren. Ein gut geschnittenes Trikot aus dünnem, schnell trocknendem Stoff ist die Basis. Es sollte nicht zu locker sitzen, damit es im Wind nicht flattert, aber auch nicht zu eng, damit die Luft zirkulieren kann.
Für heiße Tage brauchen Sie eine klare Grundausstattung: ein leichtes Trikot, eine kurze Hose mit beweglich geschnittenem Bein, dünne Socken und gut belüftete Schuhe. Dazu kommen Helm, Brille, leichte Handschuhe, ein Trinkrucksack und Sonnenschutz. Die Handschuhe sind oft halb oder fingerlos, damit die Hände kühl bleiben. Die Hose sollte an den Knien verstärkt sein, weil sie dort beim Fahren am meisten beansprucht wird.
Windschutz in der Übergangszeit
Im Frühling und Herbst wechseln die Temperaturen schnell. Morgens kann es kühl sein, mittags wird es warm, und auf schattigen Abfahrten kühlt der Fahrtwind stark aus. Eine winddichte Weste ist dafür die praktischste Lösung. Sie schützt den Oberkörper vor Auskühlung, lässt aber die Arme frei, damit Sie nicht überhitzen. Viele Westen lassen sich klein zusammenfalten und passen in die Trikottasche.
Dazu empfiehlt sich ein Langarmtrikot aus dünnem, atmungsaktivem Material. Es wärmt leicht, ohne zu dick zu sein, und kann bei wärmeren Temperaturen einfach ausgezogen werden. Für die Beine gibt es kurze Hosen mit abzippbaren Beinen oder leichte Überschlaghosen, die Sie bei Bedarf überziehen.
Warm und trocken im Winter
Im Winter müssen Sie warm und trocken bleiben, ohne zu schwitzen. Eine isolierte Jacke mit winddichtem Außenmaterial ist die wichtigste Anschaffung. Sie sollte vorne dicht sein, damit der Fahrtwind nicht durchdringt. Hinten oder unter den Armen sollte sie Belüftungsöffnungen haben, durch die überschüssige Wärme entweichen kann. Dazu kommen eine lange Hose mit Innenfutter oder eine Überhose, die über der normalen Hose getragen wird.
Handschuhe, Überschuhe und eine Mütze unter dem Helm gehören im Winter zur Grundausstattung. Die Füße kühlen am schnellsten aus, weil sie im Schuh wenig Bewegung haben. Überschuhe aus Neopren oder mit winddichter Membran schützen davor. Die Hände brauchen warme, aber nicht zu dicke Handschuhe, damit Sie Bremsen und Schaltung weiterhin präzise bedienen können.
Wasserdichte Jacke immer dabei
Eine wasserdichte Radjacke sollten Sie bei unbeständigem Wetter stets dabeihaben, falls Sie von einem Schauer überrascht werden. Wichtig ist, dass die Jacke nicht nur dicht, sondern auch atmungsaktiv ist. Eine reine Regenjacke aus dichtem Material staut die Körperwärme. Sie schwitzen von innen genauso stark, wie es von außen regnet. Moderne Membranen, also dünne Folien im Stoff, lassen Feuchtigkeit nach außen entweichen, halten aber Regen ab.
Achten Sie beim Kauf auf eine Kapuze, die unter den Helm passt, und auf reflektierende Elemente, damit Sie in der Dämmerung gesehen werden. Die Jacke sollte groß genug sein, um über dem Trikot und einer dünnen Zwischenschicht zu sitzen, aber nicht so groß, dass sie im Wind schlägt.
Materialien und Pflege
Die meisten funktionalen Radbekleidungen bestehen aus Kunstfasern wie Polyester oder Polyamid. Sie trocknen schnell, sind leicht und halten die Form. Wolle ist eine Alternative für die erste Schicht, besonders im Winter, weil sie auch feucht noch wärmt und weniger riecht. Baumwolle hat auf dem Mountainbike nichts verloren: Sie saugt sich mit Schweiß voll, wird schwer und kühlt den Körper aus.
Pflegen Sie die Bekleidung nach den Herstellerhinweisen. Meist genügt ein Waschgang bei niedriger Temperatur mit einem Sportwaschmittel, das keine Weichspüler enthält. Weichspüler legt sich auf die Membranen und verstopft die Poren, sodass die Atmungsaktivität nachlässt. Jacken mit Membran sollten Sie regelmäßig mit einem Imprägniermittel behandeln, damit der Regen weiter abperlt.