Frontkorb oder Gepäckträgerkorb?
Für Einkäufe, schwere Lasten oder einen Hund ist der Gepäckträgerkorb die bessere Wahl: Er fasst mehr, trägt mehr und verändert das Fahrverhalten kaum. Ein Frontkorb lohnt sich nur bei kleinen, leichten Dingen, die Sie beim Fahren im Blick behalten wollen. Ob Sie vorn oder hinten montieren, hängt also vom Transportgut ab.
Was ein Frontkorb leistet
Der Frontkorb hängt am Lenker oder an einem Gepäckträger über dem Vorderrad. Der Vorteil: Sie sehen den Inhalt, greifen während der Fahrt hinein und müssen nicht absteigen. Für den Weg zum Bäcker, für Handtasche, Helm oder eine kleine Einkaufstüte reicht das völlig.
Dafür wird die Lenkung schwerer. Das Gewicht liegt über dem Vorderrad und wirkt direkt auf die Lenkbewegung. Je schwerer der Korb beladen ist, desto deutlicher spüren Sie das beim Anfahren, beim Schieben und in engen Kurven. Ein voll beladener Frontkorb macht das Rad kopflastig, und bei hoher Zuladung wird die Lenkung schwammig. Deshalb sind Frontkörbe in der Regel kleiner und für leichtere Lasten ausgelegt.
Warum der Heckkorb mehr trägt
Der Gepäckträgerkorb sitzt über dem Hinterrad, wo das Rad ohnehin einen großen Teil des Gewichts trägt. Deshalb ist er meist größer, nimmt mehr Volumen auf und hat eine höhere Traglast als ein Frontkorb. Das Fahrverhalten bleibt dabei weitgehend stabil, weil die Last tief über dem Hinterrad liegt und die Lenkung nicht belastet.
Der Heckkorb ist die richtige Wahl, wenn Sie wöchentlich einkaufen, Getränkekisten transportieren oder Hund oder Kindersitz mitnehmen. Auch wer längere Strecken fährt oder auf unebenem Untergrund unterwegs ist, profitiert davon, dass das Rad vorne leicht und wendig bleibt.
Worauf Sie beim Heckkorb achten
Wenn Sie den Korb zum Einkaufen mit in den Laden nehmen, achten Sie auf einen Tragegriff. Modelle mit Griff lassen sich einfach abnehmen und wie eine Tasche tragen. Die einfache Variante wird in den Gepäckträger eingehakt, während Körbe mit Adapter am Gepäckträger befestigt werden und komfortabler sowie besser gegen Diebstahl geschützt sind. Der Adapter verriegelt den Korb, sodass er nicht ohne Weiteres abgenommen werden kann.
Für den Hundetransport brauchen Sie einen belastbaren Korb mit engmaschigem Boden und Wänden, damit keine Pfote durchrutscht. Empfohlen werden Jumbo-Modelle mit Drahtkuppel, die den Hund sicher umschließt. Achten Sie auf die angegebene Traglast und darauf, dass der Korb fest am Gepäckträger sitzt, bevor Sie den Hund hineinsetzen.
So entscheiden Sie zwischen Frontkorb und Heckkorb
Die Faustregel lautet: Was schwer ist und viel Platz braucht, gehört nach hinten. Leichtes, das Sie im Blick behalten wollen, darf nach vorne.
Wer den Korb für den täglichen Einkauf auf dem Weg von der Arbeit nach Hause nutzt, fährt mit dem Heckkorb besser. Wer nur kurze Strecken in der Stadt fährt und höchstens Handtasche oder Rucksack mitnimmt, für den reicht ein Frontkorb. Wer beides braucht, montiert einen Heckkorb für die Last und einen kleinen Frontkorb für die Dinge, die schnell zur Hand sein müssen.