FALTER Fahrrad im Test und Vergleich: Modelle, Preise und Kaufberatung
FALTER ist eine deutsche Fahrradmarke mit Bielefelder Tradition und einem breiten Sortiment für Alltag, Freizeit und Pendelstrecken. Besonders stark ist die Marke bei komfortablen Citybikes, Trekkingrädern, Falträdern und alltagstauglichen E-Bikes. Ob ein FALTER Fahrrad zu Ihnen passt, hängt jedoch stark vom konkreten Modell ab. Die Ausstattung reicht vom einfachen Einstiegsrad bis zum hochwertig ausgestatteten E-Trekkingbike mit großem Akku und Riemenantrieb.
Die wichtigste Empfehlung lautet deshalb: Wählen Sie zuerst den Einsatzzweck und vergleichen Sie anschließend Rahmenform, Gewicht, Bremsen, Schaltung, Motor und zulässiges Gesamtgewicht.
Wer steckt hinter FALTER?
FALTER wurde 1927 von Max und Luise Tallardt gegründet. Die Marke blickt damit auf eine lange Fahrradgeschichte in Bielefeld zurück. In den folgenden Jahrzehnten gehörten neben normalen Fahrrädern auch Klappräder und spezielle Fahrradlösungen zum Programm.
Die heutige Unternehmensstruktur unterscheidet sich von der des ursprünglichen Fahrradwerks. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten und einer Insolvenz im Jahr 2003 wurde die FALTER BIKE GmbH 2006 in die BICO Zweirad Marketing GmbH integriert. FALTER gehört damit zum Umfeld von BIKE&CO. Seit 2017 werden die Fahrraddesigns laut Markendarstellung wieder vollständig im eigenen Haus entwickelt.
FALTER ist somit eine deutsche Traditionsmarke. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass jedes aktuelle FALTER Fahrrad vollständig in Deutschland gefertigt wird. Für die einzelnen Modelle werden unterschiedliche Produktions- und Komponentenherkünfte nicht durchgängig ausgewiesen. Präziser ist daher die Bezeichnung „deutsche Fahrradmarke mit Bielefelder Tradition“.
Der Vertrieb erfolgt vor allem über den Fahrradfachhandel. Dort können Interessierte die passende Rahmengröße prüfen, eine Probefahrt machen und Wartungsarbeiten durchführen lassen. Das ist vor allem bei E-Bikes relevant, weil Sitzposition, Motorunterstützung, Bremsverhalten und Gewicht vor dem Kauf eine große Rolle spielen.
Welche FALTER Fahrräder gibt es?
Die Modellpalette deckt mehrere Einsatzbereiche ab:
- Citybikes für kurze Wege, Einkäufe und komfortables Fahren
- Urbanbikes für Pendler und eine etwas sportlichere Sitzposition
- Trekkingräder für Alltag und längere Touren
- Falträder für Bahnfahrten, kleine Wohnungen und den Transport im Auto
- E-Citybikes für Komfort und entspannte Alltagsfahrten
- E-Urbanbikes für Pendelstrecken und zügiges Fahren
- E-Compact- und E-SUB-Modelle für spezielle Alltags- und Mobilitätsanforderungen
- E-Trekkingräder für lange Strecken, Steigungen und höhere Zuladung
- Classic-, ATB-, Kinder- und Jugendräder
Viele FALTER Modelle sind bereits mit Schutzblechen, Gepäckträger, Beleuchtung und Fahrradständer ausgestattet. Das spart Nachrüstungen und macht die Räder für den täglichen Einsatz interessant. Die umfangreiche Ausstattung erhöht allerdings häufig das Gewicht.
Aktuelle FALTER Modelle und Preise
Die folgende Übersicht nennt Beispiele aus dem aktuellen Sortiment. Es handelt sich um Hersteller-UVPs. Händlerpreise, Modelljahr, Ausstattung und Verfügbarkeit können davon abweichen.
| Kategorie | Modellbeispiel | Hersteller-UVP |
|---|---|---|
| Citybike | C 2.0 | ab 649,99 Euro |
| Citybike | C 4.0 | 829,99 Euro |
| Citybike | C 4.0 Plus | 1.299,99 Euro |
| Urbanbike | U 4.0 | 799,99 Euro |
| Urbanbike | U 8.0 | 1.499,99 Euro |
| Faltrad | F 3.0 oder F 3.0 Deluxe | 749,99 Euro |
| Faltrad | F 6.0 oder F 6.0 Deluxe | 999,99 Euro |
| Trekkingrad | T 1.0 | 649,99 Euro |
| Trekkingrad | T 8.0 | 1.799,99 Euro |
| E-Citybike | E 9.0i RT 500 | 2.999,99 Euro |
| E-Citybike | E 9.4 SE RT 600 | 3.999,99 Euro |
| E-Trekkingbike | E 9.8 FL Plus 750 | 5.599,99 Euro |
Das Sortiment umfasst günstige Jugend- und ATB-Modelle ebenso wie hochwertige E-Trekkingräder. Unter etwa 900 Euro finden sich vor allem einfache City-, Urban-, Trekking- und Falträder. Zwischen 900 und 1.800 Euro liegen besser ausgestattete Fahrräder ohne Motor. E-Bikes beginnen je nach Ausstattung bei rund 2.600 Euro und reichen bis in den Bereich von mehr als 5.000 Euro.
FALTER Citybike: komfortabel im Alltag
Citybikes von FALTER richten sich an Menschen, die aufrecht und bequem sitzen möchten. Typische Merkmale sind ein tiefer Einstieg, eine Nabenschaltung, Schutzbleche, Gepäckträger und eine fest installierte Beleuchtung.
Modelle wie das C 2.0, C 4.0 und C 4.0 Plus eignen sich für:
- den Weg zur Arbeit oder zum Einkauf,
- kurze und mittlere Strecken in der Stadt,
- ebene bis leicht hügelige Wege,
- Fahrerinnen und Fahrer mit Wunsch nach einer aufrechten Sitzposition,
- den Transport von Taschen oder kleinerem Gepäck.
Ein Citybike ist die passende Wahl, wenn Komfort und Alltagstauglichkeit wichtiger sind als geringes Gewicht oder sportliche Geschwindigkeit. Für häufige Touren über 30 Kilometer oder stark hügelige Strecken bietet ein Trekkingrad jedoch meist die passendere Übersetzung und Sitzposition.
Achten Sie beim Citybike besonders auf die Bremsart. Einige Modelle kombinieren Felgen- oder Scheibenbremsen mit einer Rücktrittbremse. Das bevorzugen manche Nutzer, während andere eine durchgehend handbetätigte Bremsanlage wünschen. Auch der Mittelbauständer verdient einen Blick: In einem älteren Test wurde er bei einem FALTER C 5.0 als Schwachpunkt genannt.
FALTER Urbanbike: sportlicher pendeln
Urbanbikes wie das U 4.0 oder U 8.0 verbinden die Alltagstauglichkeit eines Citybikes mit einer etwas sportlicheren Ausrichtung. Die Sitzposition fällt häufig weniger aufrecht aus, und die Gestaltung wirkt reduzierter.
Ein Urbanbike passt zu Ihnen, wenn Sie:
- regelmäßig zur Arbeit fahren,
- in der Stadt zügig unterwegs sein möchten,
- gelegentlich längere Freizeittouren fahren,
- ein sportlicheres Erscheinungsbild als beim klassischen Citybike bevorzugen.
Die Bezeichnung „Urban“ bedeutet nicht automatisch, dass das Fahrrad leicht ist. Gepäckträger, Schutzbleche, Federgabel, Nabendynamo und Beleuchtung bringen zusätzliches Gewicht. Wer das Fahrrad über Treppen tragen muss, sollte das tatsächliche Modellgewicht vor dem Kauf prüfen.
FALTER Trekkingrad: die vielseitige Wahl ohne Motor
Trekkingräder wie das T 1.0 bis T 8.0 eignen sich für Alltag und längere Ausflüge. Sie bieten gegenüber einfachen Citybikes meist eine größere Übersetzungsbandbreite und eine tourentauglichere Sitzposition.
Ein Trekkingrad ist sinnvoll für:
- Tagesausflüge,
- längere Pendelstrecken,
- Radreisen mit Gepäck,
- wechselnde Untergründe,
- Strecken mit Steigungen,
- die Kombination aus Stadtverkehr und Freizeitfahrten.
Für gelegentliche kurze Wege reicht ein günstiges Citybike häufig aus. Wer das Fahrrad regelmäßig für längere Distanzen einsetzt, profitiert dagegen von einer passenden Gangabstufung, stabilen Gepäckträgern und einer ergonomischen Sitzposition.
Eine Federgabel erhöht den Komfort auf schlechten Wegen. Sie ersetzt jedoch keine passende Rahmengröße, geeignete Reifen und den richtigen Luftdruck. Bei der Probefahrt sollte das Trekkingrad sowohl auf Asphalt als auch auf einem unbefestigten Abschnitt getestet werden.
FALTER Faltrad für Bahn, Auto und kleine Wohnungen
FALTER bietet Falträder unter anderem in den Baureihen F 3.0, F 5.0 und F 6.0 an, teilweise auch als Deluxe-Variante. Der Faltvorgang umfasst je nach Modell Lenker, Pedale, Sattelstütze und Rahmen. Ein Magnet hält das zusammengefaltete Rad anschließend in Position.
Ein Faltrad passt besonders gut zu:
- Pendlern mit Bahnanschluss,
- Menschen mit wenig Stauraum,
- Campern und Wohnmobilbesitzern,
- Fahrern, die das Fahrrad im Kofferraum transportieren möchten,
- kurzen Wegen zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz.
Bei FALTER Falträdern ist das zulässige Gesamtgewicht laut Herstellerangaben auf 105 Kilogramm begrenzt. Darin zählen nicht nur das Körpergewicht, sondern auch Gepäck und Zubehör. Fahrer, Taschen und Kindersitz müssen zusammen unter diesem Wert bleiben.
Beispiel für den Einsatz
Wer fünf Kilometer zum Bahnhof fährt, das Faltrad im Zug mitnimmt und am Ziel weitere drei Kilometer zurücklegt, profitiert vor allem vom kleinen Packmaß und dem einfachen Faltvorgang. Für lange Tagestouren sollten dagegen Sitzposition, Laufruhe, Übersetzung und Komfort ausführlich getestet werden.
Die Mitnahmeregeln für Falträder unterscheiden sich je nach Verkehrsverbund, Zugtyp und Tarif. Vor dem Kauf sollten Sie deshalb prüfen, ob das gefaltete Fahrrad im eigenen Pendelverkehr ohne zusätzliche Fahrkarte mitgenommen werden darf.
FALTER E-Bike: welches Modell passt?
FALTER unterteilt seine E-Bikes in E-City, E-Urban, E-Compact, E-SUB und E-Trekking. Je nach Modell kommen Bosch- oder Shimano-Antriebe, unterschiedliche Akkuvarianten sowie verschiedene Rahmen- und Bremskonzepte zum Einsatz.
Ein E-Bike lohnt sich besonders bei:
- langen Arbeitswegen,
- häufigen Steigungen,
- starkem Gegenwind,
- höherem Gepäck,
- regelmäßigen Touren,
- eingeschränkter Kondition oder körperlicher Belastbarkeit.
Für kurze, flache Strecken ist ein Fahrrad ohne Motor meist leichter, günstiger und einfacher zu warten. Ein großer Akku bringt mehr Reichweite, erhöht aber auch Gewicht, Preis und Ladezeit.
FALTER E 9.0i RT 500
Das E 9.0i RT 500 ist ein Komfort-E-Citybike. Zur Ausstattung gehören unter anderem:
- Bosch-Active-Line-Plus-Mittelmotor mit 50 Newtonmetern Drehmoment,
- Bosch-PowerTube-Akku mit 500 Wattstunden,
- Shimano-Nexus-8-Gang-Nabenschaltung,
- hydraulische Scheibenbremse und Rücktrittbremse,
- Federgabel mit 80 Millimetern Federweg,
- Gepäckträger mit MIK-System,
- integrierte Beleuchtung,
- Wave-Rahmen in mehreren Größen,
- zulässiges Gesamtgewicht von 150 Kilogramm,
- Gewicht von rund 28,2 Kilogramm.
Das Modell eignet sich für Stadtverkehr, Einkäufe, Pendelstrecken und moderate Touren. Das Gewicht ist für ein voll ausgestattetes E-Citybike plausibel, kann aber beim Tragen in den Keller oder in die Wohnung störend sein.
FALTER E 9.4 SE RT 600
Das E 9.4 SE RT 600 liegt in einer höheren Ausstattungsklasse. Es verwendet unter anderem:
- Bosch-Performance-Line-PX-Motor mit 90 Newtonmetern Drehmoment,
- 600-Wattstunden-Akku,
- Gates-CDX-Riemenantrieb,
- Shimano-Nexus-5-Gang-Nabenschaltung,
- hydraulische Scheibenbremsen und Rücktritt,
- Kiox-300-Anzeige,
- 40-Lux-Beleuchtung,
- MIK-HD-Gepäckträger,
- zulässiges Gesamtgewicht von 150 Kilogramm.
Der Riemenantrieb läuft sauber und benötigt kein Kettenöl. Wartungsfrei ist das Fahrrad dadurch trotzdem nicht. Bremsen, Reifen, Lager, Nabenschaltung, Akku und Elektronik brauchen weiterhin regelmäßige Kontrolle.
FALTER E 9.8 FL Plus 750
Das E 9.8 FL Plus 750 gehört zum oberen Preisbereich der Marke. Die Ausstattung umfasst unter anderem:
- Bosch-Antrieb,
- 750-Wattstunden-Akku,
- Kiox-300-Anzeige,
- Gates-CDX-Riemen,
- Magura-Bremsanlage,
- Suntour-Mobie-34-Air-Federgabel,
- 90-Lux-Scheinwerfer,
- gefederte Sattelstütze,
- Aluminium-Schutzbleche.
Das Modell richtet sich an Fahrer, die lange Strecken, hohe Zuladung und gehobenen Komfort suchen. Für kurze Wege auf flachem Asphalt ist es dagegen technisch und preislich meist überdimensioniert.
Qualität und Testergebnisse
Mehrere FALTER Fahrräder wurden in Fachmedien positiv bewertet. Die Ergebnisse beziehen sich jedoch immer auf das konkrete Modell und das jeweilige Modelljahr.
Das FALTER C 5.0 erhielt in einem älteren Test die Bewertung „Gut“. Positiv beurteilt wurden unter anderem Agilität, Sitzposition, Bremsen, Schutzbleche und Komfort. Der Mittelbauständer wurde kritisiert. Der damalige Testpreis von 679 Euro lässt sich nicht auf heutige Modelle übertragen.
Auch das FALTER E 9.8 wurde in einem älteren Test mit „Gut“ bewertet. Zu den genannten Stärken gehörten der komfortable Tiefeinsteigerrahmen, der Bosch-Mittelmotor, der 500-Wattstunden-Akku und die alltagstaugliche Ausstattung. Ein weiterer Test zum E 9.8 KS kam auf 92 Punkte und die Note „Sehr gut“. Dieses Ergebnis gilt für die getestete Ausstattung und das damalige Modelljahr.
Aus diesen Tests lassen sich drei Punkte ableiten:
- FALTER Modelle überzeugen häufig durch Komfort und vollständige Alltag-Ausstattung.
- Einzelne Bauteile können Schwächen zeigen, etwa Ständer, Sattel oder das hohe Gewicht.
- Eine ältere Testnote ist kein pauschales Urteil über alle aktuellen FALTER Fahrräder.
Wer ein bestimmtes Modell kaufen möchte, sollte deshalb auf Modellnummer, Baujahr und Ausstattung achten. Ein Test des E 9.8 ist nicht automatisch auf ein aktuelles E 9.8 mit anderem Motor, Akku oder anderer Bremsanlage übertragbar.
Vor- und Nachteile von FALTER Fahrrädern
Vorteile
- breite Auswahl für Stadt, Touren, Pendelstrecken und Bahnreisen
- komfortorientierte Rahmenformen mit tiefem Einstieg
- häufig vollständige Ausstattung ab Werk
- Fachhandel mit Beratung, Probefahrt und Service
- Modelle in unterschiedlichen Preisbereichen
- mehrere positiv bewertete Einzelmodelle
- Bosch- und Shimano-Antriebe bei ausgewählten E-Bikes
- Riemenantrieb bei höher ausgestatteten Modellen
Nachteile
- viele Modelle sind durch ihre Ausstattung relativ schwer
- die Qualität und Komponenten unterscheiden sich deutlich innerhalb des Sortiments
- ältere Testergebnisse lassen sich nicht ohne Weiteres auf aktuelle Modelle übertragen
- Hersteller-UVP und tatsächlicher Händlerpreis können auseinanderliegen
- die Angaben zum zulässigen Gesamtgewicht unterscheiden sich je nach Modell
- eine vollständige Fertigung in Deutschland ist nicht für jedes aktuelle Fahrrad belegt
Kaufberatung: In fünf Schritten zum passenden FALTER Fahrrad
1. Einsatzgebiet festlegen
- Stadt und kurze Wege: Citybike oder Urbanbike
- Stadt und längere Touren: Trekkingrad
- Bahn, Auto und wenig Stauraum: Faltrad
- Steigungen, Gegenwind und lange Strecken: E-Bike
- Kinder und Jugendliche: Kinder- oder Jugendrad
2. Motorbedarf realistisch einschätzen
Ein E-Bike ist sinnvoll, wenn Sie regelmäßig lange Strecken, Steigungen oder viel Gepäck bewältigen. Für drei Kilometer zum Supermarkt auf flacher Strecke reicht ein normales Fahrrad in vielen Fällen aus.
3. Rahmenform und Größe testen
Ein Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen. Ein Trapezrahmen verbindet einen relativ niedrigen Einstieg mit mehr Rahmensteifigkeit. Der Diamantrahmen eignet sich häufig für eine sportlichere Sitzposition.
Entscheidend sind Beinlänge, Reichweite zum Lenker, Einstiegshöhe und sicherer Stand. Die Rahmenform sollte deshalb nicht allein nach der Optik gewählt werden.
4. Gewicht und Zuladung berechnen
Addieren Sie:
- Körpergewicht,
- Fahrradgewicht,
- Gepäck,
- Fahrradtaschen,
- Zubehör,
- gegebenenfalls Kindersitz oder Anhänger.
Das Ergebnis muss unter dem zulässigen Gesamtgewicht des konkreten Modells liegen. Die allgemeine FALTER-FAQ nennt für viele E-Bikes 140 Kilogramm, während einzelne Produktseiten 150 Kilogramm ausweisen. Maßgeblich ist daher immer das Datenblatt des gewünschten Fahrrads.
5. Probefahrt machen
Prüfen Sie bei der Probefahrt:
- Ist der Einstieg bequem und sicher?
- Passt die Rahmengröße?
- Erreichen Sie den Boden bei einem Halt sicher?
- Fühlt sich die Sitzposition nach 15 bis 20 Minuten noch angenehm an?
- Lässt sich das Fahrrad rangieren und wenden?
- Passen Bremsen und Rücktritt zu Ihren Gewohnheiten?
- Können Sie das Fahrrad zu Hause problemlos abstellen oder tragen?
- Reicht der Gepäckträger für Ihre Taschen?
Wartung und Service
Bei einem normalen FALTER Fahrrad sollten Luftdruck, Bremsen, Kette, Beleuchtung und Befestigungen regelmäßig kontrolliert werden. Die Kette braucht Reinigung und geeignetes Schmiermittel. Ein Riemenantrieb darf dagegen nicht mit Kettenöl behandelt werden.
Für E-Bikes empfiehlt FALTER mindestens einen Service pro Jahr. Dabei werden unter anderem Bremsen, Reifen, Lager und Antrieb kontrolliert. Auch Akku und Elektronik gehören zur Prüfung. Die Einhaltung der Serviceintervalle kann außerdem für Garantieansprüche relevant sein.
Lithium-Ionen-Akkus verlieren mit der Zeit an Kapazität. FALTER nennt rund 500 Vollladezyklen, bevor ein Kapazitätsverlust einsetzt. Die tatsächliche Lebensdauer hängt unter anderem von Alter, Temperatur, Ladezustand und Nutzung ab. Lagern Sie den Akku trocken, schützen Sie ihn vor extremer Hitze und Kälte und lassen Sie ihn bei längerer Lagerung nicht vollständig entladen.
Fazit: Für wen lohnt sich ein FALTER Fahrrad?
FALTER Fahrräder sind besonders interessant für Käufer, die ein komfortables und vollständig ausgestattetes Alltagsrad suchen. Citybikes eignen sich für kurze Wege und Einkäufe, Trekkingräder für vielseitige Nutzung und Falträder für Pendler mit wenig Stauraum. Bei den E-Bikes reicht die Auswahl vom komfortablen Stadtmodell bis zum leistungsstarken E-Trekkingrad mit großem Akku und Riemenantrieb.
Die Marke bietet dabei keine einheitliche Qualitätsstufe für jedes Modell. Prüfen Sie deshalb Ausstattung, Gewicht, Rahmengröße, Bremsen, Motor, Akku und zulässiges Gesamtgewicht einzeln. Eine Probefahrt beim Fachhändler ist besonders bei E-Bikes und Tiefeinsteigern empfehlenswert.
Kurzempfehlung:
- Für kurze Stadtwege: FALTER C 2.0, C 4.0 oder ein vergleichbares Citymodell
- Für sportlicheres Pendeln: U 6.0 bis U 8.0
- Für Alltag und Touren ohne Motor: T 4.0 bis T 8.0
- Für Bahn und wenig Stauraum: F 3.0, F 5.0 oder F 6.0
- Für komfortable E-Bike-Alltagsfahrten: E 9.0i RT 500
- Für lange Strecken und höhere Belastung: E 9.4 SE RT 600 oder E 9.8 FL Plus 750
Wer ein besonders leichtes, sportliches oder individuell konfiguriertes Fahrrad sucht, sollte zusätzlich andere Marken vergleichen. Für komfortorientierte Alltagsfahrer mit Wunsch nach Fachhandelsservice bleibt FALTER jedoch eine vielseitige und nachvollziehbare Wahl.