Fahrradmarkt Deutschland 2026: Zahlen, Trends und Kaufempfehlungen

Der deutsche Fahrradmarkt befindet sich 2026 in einer Konsolidierungsphase. Nach dem außergewöhnlichen Absatzboom von 2020 bis 2022 gingen Verkäufe und Umsatz 2025 erneut zurück. E-Bikes bleiben dennoch das größte Segment: Sie erreichten 2025 einen Anteil von 52,7 Prozent am Absatz. Wachstum und Stabilität entstehen zunehmend durch Werkstattservice, Dienstradleasing, aufbereitete Gebrauchtfahrräder, Lastenräder sowie spezialisierte Modelle für Alltag und Sport.

Wie groß ist der Fahrradmarkt in Deutschland?

2025 wurden in Deutschland rund 3,7 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft. Gerundet weist der Zweirad-Industrie-Verband etwa 3,8 Millionen Fahrzeuge aus. Der Umsatz mit Fahrrädern und E-Bikes lag bei 5,85 Milliarden Euro.

Damit schrumpfte der Absatz gegenüber 2024 um etwa 4 Prozent. Der Umsatz sank um rund 8 Prozent. Der Rückgang erklärt sich durch mehrere Faktoren:

  • Händler bauen Lagerbestände aus den Boomjahren ab.
  • Rabatte drücken die durchschnittlichen Verkaufspreise.
  • Haushalte verschieben größere Anschaffungen.
  • Viele Menschen besitzen bereits ein Fahrrad oder E-Bike.
  • Die Nachfrage nach besonders teuren E-Bikes ist vorsichtiger geworden.

Der Markt liegt trotzdem deutlich über dem Niveau von 2019. Damals wurden mit Fahrrädern und E-Bikes rund 4 Milliarden Euro umgesetzt. In den Jahren 2020 bis 2022 stieg der Umsatz dagegen auf 6,44, 6,56 beziehungsweise 7,36 Milliarden Euro. Die aktuellen Zahlen zeigen daher vor allem eine Rückkehr von außergewöhnlich hohen Werten zu einem normaleren Marktniveau.

Marktumsatz ist nicht gleich Marktvolumen

Bei Angaben zum Fahrradmarkt kommt es auf die Abgrenzung an. Die genannten 5,85 Milliarden Euro beziehen sich auf verkaufte Fahrräder und E-Bikes in Deutschland. Breitere Handelsstudien rechnen zusätzlich Zubehör, Ersatzteile, Bekleidung, Reparaturen oder weitere Fahrradsortimente ein. Solche Zahlen lassen sich nicht unmittelbar miteinander vergleichen.

Auch Leasingumsätze und Werkstattleistungen gehören zu wichtigen Bereichen der Fahrradwirtschaft. Sie werden in den Verkaufsumsätzen für Fahrräder und E-Bikes getrennt ausgewiesen.

Die wichtigsten Fahrradmarkt-Zahlen

Kennzahl Wert für 2025
Verkaufte Fahrräder und E-Bikes rund 3,7 Millionen
Umsatz mit Fahrrädern und E-Bikes 5,85 Milliarden Euro
E-Bike-Anteil am Absatz 52,7 Prozent
Anteil Fahrräder ohne Motor 47,3 Prozent
Durchschnittspreis eines E-Bikes etwa 2.550 Euro
Durchschnittspreis eines Fahrrads ohne Motor etwa 500 Euro
Fahrrad- und E-Bike-Bestand 90,6 Millionen Fahrzeuge
E-Bikes im Bestand mehr als 17 Millionen
Neu geleaste Fahrräder rund 720.000
Werkstattumsatz im Fachhandel plus 13,5 Prozent gegenüber 2024

Die Durchschnittspreise beschreiben den gesamten Markt. Im Fachhandel lagen die durchschnittlichen Verkaufspreise 2025 höher: bei etwa 1.445 Euro für Fahrräder ohne Motor und bei rund 3.972 Euro für Fahrräder mit Motor. Preisunterschiede zwischen Fachhandel, Onlinehandel, Direktvertrieb und Sonderangeboten sind deshalb normal.

E-Bikes bleiben das größte Segment

Ein E-Bike unterstützt die Tretbewegung mit einem Elektromotor. Im Alltag wird häufig auch der Begriff Pedelec verwendet. Die Motorunterstützung endet bei einem üblichen Pedelec bei 25 Kilometern pro Stunde. Schnellere Fahrzeuge gelten rechtlich als S-Pedelecs und unterliegen anderen Regeln.

2025 entfielen 52,7 Prozent des Absatzes auf E-Bikes. Damit wurden erstmals mehr Fahrräder mit Motor als klassische Fahrräder verkauft. Der E-Bike-Absatz ging zwar zurück, blieb mit rund zwei Millionen verkauften Fahrzeugen jedoch auf einem hohen Niveau.

Der durchschnittliche E-Bike-Preis sank auf etwa 2.550 Euro. Händleraktionen, der Abbau von Lagerbeständen und eine stärkere Nachfrage nach preisgünstigeren Modellen trugen dazu bei. Ein sinkender Durchschnittspreis bedeutet dabei nicht, dass jedes einzelne Modell günstiger geworden ist. Der Wert wird auch durch die Zusammensetzung der verkauften Modelle beeinflusst.

Welche E-Bikes besonders gefragt sind

Innerhalb des E-Bike-Marktes entfielen 2025 ungefähr:

  • 38 Prozent auf E-Mountainbikes,
  • 24 Prozent auf E-Trekkingräder,
  • 19 Prozent auf E-Cityräder,
  • 9,5 Prozent auf E-Lastenräder.

Mountainbikes sind besonders stark elektrifiziert. Rund 93 Prozent der verkauften Mountainbikes verfügten nach einer Erhebung von EY über einen Motor.

Für die Kaufentscheidung zählt der Einsatzzweck:

  • Ein E-Cityrad passt zu kurzen Wegen, Einkäufen und flacher Stadtumgebung.
  • Ein E-Trekkingrad eignet sich für Pendelstrecken, Touren und längere Alltagsfahrten.
  • Ein E-Mountainbike ist für unbefestigte Wege und sportliche Nutzung ausgelegt.
  • Ein E-Lastenrad transportiert Kinder, Einkäufe oder Arbeitsmaterial.
  • Ein E-Faltrad erleichtert die Kombination aus Fahrrad, Bahn und Auto.

Welche Fahrradtypen prägen den Markt?

Der Fahrradmarkt besteht aus vielen Teilsegmenten. Die passende Kategorie hängt von Strecke, Untergrund, Körperhaltung, Transportbedarf und gewünschtem Tempo ab.

Trekkingräder

Trekkingräder verbinden eine alltagstaugliche Ausstattung mit Tourentauglichkeit. Schutzbleche, Gepäckträger, Beleuchtung und eine aufrechte Sitzposition machen sie für Pendelstrecken und längere Ausflüge geeignet. Mit einem Anteil von etwa 38 Prozent waren Trekkingräder 2025 die größte Kategorie der klassischen Marktsegmentierung.

City- und Urban-Bikes

Cityräder richten sich an kurze bis mittlere Wege in der Stadt. Sie bieten eine komfortable Sitzposition und eine unkomplizierte Ausstattung. Urban-Bikes fallen oft sportlicher und minimalistischer aus. Wer täglich wenige Kilometer auf asphaltierten Straßen fährt, benötigt häufig kein schweres Mountainbike und keine besonders große Gangschaltung.

Mountainbikes

Mountainbikes sind für unbefestigte Wege, Waldstrecken und sportliche Fahrten entwickelt. Hardtails besitzen eine gefederte Gabel und einen ungefederten Hinterbau. Fullys verfügen zusätzlich über eine Hinterradfederung und bieten auf anspruchsvollen Strecken mehr Kontrolle.

Für einzelne Disziplinen gibt es spezielle Modelle:

  • All-Mountainbikes decken ein breites Spektrum aus Anstieg, Abfahrt und Gelände ab.
  • Downhillräder sind auf schnelle Abfahrten ausgelegt und klettern wegen ihres hohen Gewichts nur eingeschränkt.
  • Fatbikes besitzen besonders breite Reifen für Sand, Schnee und matschige Untergründe.
  • BMX-Räder dienen vor allem Tricks, Sprüngen und Fahrten auf speziellen Anlagen.

Gravel- und Rennräder

Rennräder sind für hohe Geschwindigkeiten auf Asphalt konzipiert. Gravelbikes verbinden den Rennradlenker mit breiteren Reifen und mehr Platz für unbefestigte Wege. Sie eignen sich für lange Touren, Feldwege und sportliche Alltagsstrecken.

Gravelbikes und andere Fahrräder mit Rennradlenker stabilisierten 2025 den Markt für hochwertige Fahrräder ohne Motor. Ihr Anteil lag je nach Marktsegmentierung bei ungefähr 9 bis 10 Prozent.

Lastenräder

Lastenräder transportieren Personen oder Gegenstände. Familien nutzen sie für Kinder und Einkäufe, Handwerksbetriebe für Werkzeug und Material, Lieferdienste für kurze Transporte.

2025 wurden ungefähr 185.000 E-Lastenräder und 35.000 Lastenräder ohne Motor verkauft. Gemessen am Gesamtmarkt bleibt das Segment klein. Seit 2019 verzeichnete es jedoch ein durchschnittliches jährliches Wachstum von etwa 23 Prozent. Lastenräder sind damit ein anwendungsbezogenes Spezialsegment mit langfristiger Bedeutung.

Falt-, Bahn- und Spezialräder

Falträder lassen sich platzsparend transportieren und eignen sich für Pendler mit Bahnanschluss. Bahnräder sind für den Einsatz auf der Radrennbahn konstruiert. Kunsträder, Hochräder und weitere Spezialräder sprechen kleine Zielgruppen an. Ihre Anforderungen unterscheiden sich deutlich von denen eines Alltagsfahrrads.

Fachhandel, Onlinekauf und Werkstatt

Der stationäre Fachhandel bleibt ein wichtiger Vertriebsweg. Dort erhalten Käufer Beratung, Probefahrt, Anpassung und häufig eine Werkstatt am selben Standort. Gerade bei E-Bikes spielen Diagnose, Software, Akkuprüfung und Ersatzteilversorgung eine größere Rolle als bei einfachen Fahrrädern.

2025 gingen die Verkaufsumsätze des Fachhandels mit Fahrrädern zwar um 6,8 Prozent zurück. Gleichzeitig stieg der Umsatz mit Werkstattleistungen um 13,5 Prozent. Der große Bestand an hochwertigen Fahrrädern und E-Bikes sorgt für regelmäßigen Wartungs- und Reparaturbedarf.

Beim Vergleich zwischen Onlinehandel und Fachhandel sollten Käufer den Gesamtaufwand betrachten. Ein günstiger Onlinepreis kann zusätzliche Kosten für Montage, Erstinspektion, Rücktransport oder Reparaturen verursachen. Der Fachhandelspreis umfasst dagegen häufig Beratung, Endmontage und eine leichter erreichbare Anlaufstelle für spätere Wartung.

Vor dem Kauf helfen diese Fragen:

  1. Gibt es eine Werkstatt in erreichbarer Nähe?
  2. Sind passende Ersatzteile verfügbar?
  3. Wer übernimmt die Diagnose bei einem Motor- oder Akkuproblem?
  4. Welche Wartungsleistungen sind im Kaufpreis enthalten?
  5. Passt das Fahrrad nach einer Probefahrt tatsächlich zur Körpergröße und Sitzposition?
  6. Wie hoch sind die laufenden Kosten für Reifen, Bremsen, Kette und Inspektionen?

Dienstradleasing bleibt ein wichtiger Absatzweg

2025 wurden rund 720.000 Fahrräder neu über Dienstradleasing finanziert. Der Umsatz des Leasingmarktes lag bei etwa 2,8 Milliarden Euro. Beide Werte gingen gegenüber dem Vorjahr leicht zurück.

Das Potenzial bleibt groß. Rund 22,6 Millionen Beschäftigte waren grundsätzlich zum Dienstradleasing berechtigt, etwa 2,4 Millionen nutzten dieses Modell. Rund 77 Prozent der geleasten Fahrräder waren E-Bikes.

Leasing verteilt den Kaufpreis auf monatliche Raten und schließt je nach Vertrag Wartung, Versicherung oder Reparaturleistungen ein. Die Monatsrate allein zeigt jedoch nicht, ob ein Vertrag günstig ist. Entscheidend sind Gesamtkosten, Laufzeit und Übernahmeregeln.

Vor der Unterschrift sollten Interessierte prüfen:

  • monatliche Rate einschließlich Versicherung und Service,
  • Vertragsdauer,
  • Regelungen bei Arbeitgeberwechsel oder Kündigung,
  • Kosten bei vorzeitiger Vertragsbeendigung,
  • Eigentumsübergang am Vertragsende,
  • steuerliche Behandlung im persönlichen Fall,
  • Vergleich mit einem direkten Kaufangebot.

Gebrauchte Fahrräder und Refurbishment

Der Gebrauchtmarkt bietet eine preisgünstige Möglichkeit für Einsteiger, Kinder und Freizeitradler. Kinderfahrräder werden oft nur wenige Jahre genutzt, weil Kinder schnell wachsen. Ein gebrauchtes Modell kann deshalb wirtschaftlich sinnvoll sein, sofern Rahmen, Bremsen, Laufräder und Beleuchtung in gutem Zustand sind.

Professionelles Refurbishment erweitert dieses Angebot. Dabei wird ein gebrauchtes Fahrrad geprüft, repariert, gereinigt und erneut verkauft. Die Zahl der von beteiligten Unternehmen aufbereiteten Fahrräder stieg von 30.000 im Jahr 2023 auf 85.000 im Jahr 2025. Die Verkaufszahl aufbereiteter Fahrräder erhöhte sich im selben Zeitraum von 28.000 auf 82.000.

Diese Zahlen bilden den gesamten privaten Gebrauchtmarkt nicht ab. Verkäufe über Kleinanzeigen, private Kontakte und nicht organisierte Händler kommen hinzu.

Worauf es beim gebrauchten E-Bike ankommt

Bei einem gebrauchten E-Bike sollte der Akku besonders sorgfältig geprüft werden. Wichtig sind:

  • Alter und Reichweite des Akkus,
  • Ladegerät und Originalschlüssel,
  • Zustand von Motor und Display,
  • Wartungs- und Kaufbelege,
  • Verfügbarkeit von Ersatzakkus,
  • Verschleiß an Kette, Kassette, Bremsen und Reifen,
  • Rahmennummer und Eigentumsnachweis.

Ein professionell aufbereitetes E-Bike mit Gewährleistung kostet häufig mehr als ein privates Angebot. Dafür sinkt das Risiko versteckter Mängel. Ein sehr niedriger Preis sollte bei Motor, Akku und hochwertigen Bauteilen immer zu einer genaueren Prüfung führen.

Warum der Fahrradmarkt trotz hoher Nachfrage zurückgeht

Der aktuelle Rückgang zeigt vor allem die Nachwirkungen des Booms. Während der Pandemie kauften viele Haushalte vorgezogen Fahrräder und E-Bikes. Hersteller und Händler bestellten große Mengen, um die hohe Nachfrage zu bedienen. Als sich die Lieferzeiten normalisierten und die Nachfrage abkühlte, blieben mehr Fahrzeuge auf Lager.

Daraus entstanden Rabattaktionen und ein stärkerer Preisdruck. Gleichzeitig belasteten Inflation, hohe Wohnkosten und eine allgemein vorsichtige Konsumstimmung die Nachfrage nach teuren Anschaffungen.

Der hohe Fahrzeugbestand verändert den Markt zusätzlich. Wer bereits ein gutes Fahrrad besitzt, kauft seltener ein weiteres Modell. Neue Umsätze entstehen deshalb stärker durch Ersatzkäufe, Zweiträder, Reparaturen, Leasing und spezielle Anwendungen.

Die Nachfrage nach Fahrrädern bleibt gesellschaftlich relevant. Nach dem Fahrrad-Monitor 2025 nutzen 41 Prozent der Befragten Fahrrad oder Pedelec regelmäßig. 80 Prozent fahren grundsätzlich Fahrrad, 55 Prozent möchten es künftig häufiger nutzen. Zugleich fühlen sich 41 Prozent der Radfahrenden im Straßenverkehr unsicher. Sichere Radwege, gute Abstellmöglichkeiten und die Infrastruktur beeinflussen daher, ob aus Nutzungsinteresse auch ein tatsächlicher Kauf wird.

Prognose für 2026 bis 2031

Kurzfristig bleibt der Markt von Lagerabbau, Preisaktionen und vorsichtigen Konsumausgaben geprägt. Der Verkauf besonders hochpreisiger E-Bikes steht dabei stärker unter Druck als die Nachfrage nach alltagstauglichen Modellen mit nachvollziehbarem Nutzen.

Mittelfristig sprechen mehrere Faktoren für eine stabile Entwicklung:

  • Rund 90,6 Millionen Fahrräder und E-Bikes bilden einen großen Bestand.
  • Ersatz- und Zweitradkäufe schaffen wiederkehrende Nachfrage.
  • Werkstatt- und Wartungsleistungen gewinnen an Bedeutung.
  • Dienstradleasing erreicht weiterhin viele potenzielle Nutzer.
  • Lastenräder erschließen Familien, Gewerbe und Lieferdienste.
  • Gravelbikes und andere sportliche Fahrräder stärken den Markt ohne Motor.
  • Refurbishment senkt die Einstiegskosten und verlängert Produktlebenszyklen.

EY erwartet bis 2031 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von etwa 3 Prozent pro Jahr. Das ist ein Branchenszenario und keine sichere Entwicklung. Wie schnell der Markt wächst, hängt unter anderem von Einkommen, Infrastruktur, Ersatzteilversorgung, Leasingbedingungen und der Preisentwicklung bei E-Bikes ab.

Was die Marktentwicklung für Käufer bedeutet

Der beste Kauf beginnt mit dem eigenen Nutzungsprofil. Wer täglich zur Arbeit fährt, benötigt andere Eigenschaften als jemand, der am Wochenende Trails oder lange Schotterstrecken fährt.

Diese Vorgehensweise hilft:

  1. Strecke festlegen: Asphalt, Feldweg, Waldtrail oder gemischte Wege bestimmen die passende Fahrradart.
  2. Nutzungsumfang einschätzen: Für kurze Stadtwege genügt oft ein einfach ausgestattetes Cityrad. Lange Pendelstrecken sprechen eher für ein Trekkingrad oder E-Trekkingrad.
  3. Gesamtkosten vergleichen: Neben dem Kaufpreis zählen Wartung, Verschleißteile, Versicherung, Strom und mögliche Reparaturen.
  4. Service prüfen: Bei E-Bikes sind Werkstatt, Akkuprüfung und Ersatzteile besonders wichtig.
  5. Leasing vollständig berechnen: Monatsrate, Vertragslaufzeit, Versicherung und Übernahmekosten gehören in den Vergleich.
  6. Gebrauchtangebote kontrollieren: Bei E-Bikes sind Akku, Motor, Ladegerät und Nachweise entscheidend.
  7. Probefahrt machen: Sitzposition, Rahmenhöhe, Bremsen und Bedienung lassen sich nur begrenzt anhand von Produktdaten beurteilen.

Für Kinder lohnt sich ein gebrauchtes Fahrrad häufig, wenn die Größe passt und sicherheitsrelevante Bauteile einwandfrei funktionieren. Für tägliche Pendelstrecken oder ein E-Bike mit hoher Laufleistung bietet ein geprüftes Neufahrzeug oder ein professionell aufbereitetes Modell mehr Planungssicherheit.

Häufige Fragen zum Fahrradmarkt

Wie viele Fahrräder werden in Deutschland verkauft?

2025 wurden rund 3,7 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft. Gerundet entspricht das etwa 3,8 Millionen Fahrzeugen.

Sind E-Bikes beliebter als Fahrräder ohne Motor?

Gemessen am Absatz ja. E-Bikes erreichten 2025 einen Marktanteil von 52,7 Prozent. Fahrräder ohne Motor kamen auf 47,3 Prozent.

Warum sinkt der Fahrradmarkt trotz hoher E-Bike-Nachfrage?

Nach dem Boom der Jahre 2020 bis 2022 bauen Händler und Hersteller Lagerbestände ab. Dazu kommen Rabatte, vorsichtige Konsumausgaben und bereits hohe Fahrradbestände in den Haushalten.

Werden Fahrräder 2026 günstiger?

Rabatte und ein niedrigerer durchschnittlicher E-Bike-Preis verbessern die Auswahl für Käufer. Daraus folgt jedoch keine pauschale Preissenkung bei jedem Modell. Nach dem Lagerabbau können sich Preise je nach Hersteller, Ausstattung und Nachfrage wieder unterschiedlich entwickeln.

Lohnt sich Dienstradleasing?

Leasing lohnt sich vor allem, wenn die monatliche Gesamtbelastung, Serviceleistungen und Vertragsbedingungen zum persönlichen Bedarf passen. Eine niedrige Rate allein reicht für den Vergleich nicht aus.

Sind gebrauchte E-Bikes eine gute Alternative?

Ein gebrauchtes E-Bike kann den Einstiegspreis deutlich senken. Käufer sollten Akku, Motor, Ladegerät, Wartungsnachweise und Ersatzteilversorgung prüfen. Aufbereitete Modelle mit Gewährleistung bieten zusätzliche Sicherheit.

Welche Fahrradtypen wachsen besonders stark?

Lastenräder, Gravelbikes, E-Mountainbikes und weitere spezialisierte Modelle bleiben wichtige Teilmärkte. Ihr Wachstum findet allerdings auf unterschiedlichen Ausgangsniveaus statt. Lastenräder bilden weiterhin ein kleines Segment, während E-Mountainbikes bereits hohe Stückzahlen erreichen.

Ist der Fachhandel teurer als der Onlinehandel?

Der Fachhandel weist häufig einen höheren Kaufpreis aus, bietet dafür Beratung, Probefahrt, Montage und direkten Werkstattservice. Ein Onlineangebot ist nur dann günstiger, wenn zusätzliche Kosten für Aufbau, Wartung und Reparaturen in den Vergleich einfließen.

Wie groß ist der Fahrradbestand in Deutschland?

2025 umfasste der Bestand rund 90,6 Millionen Fahrräder und E-Bikes. Davon waren mehr als 17 Millionen E-Bikes.

Wie entwickelt sich der Fahrradmarkt bis 2030?

Nach der aktuellen Konsolidierung wird ein moderates Wachstum erwartet. Service, Ersatzkäufe, Leasing, Refurbishment und spezialisierte Modelle dürften dabei wichtiger werden als ein erneuter Absatzboom.