Fahrradlicht: Fest verbaut oder Akku-Beleuchtung?

In Deutschland schreibt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) vor, welche Lichter ein Fahrrad haben muss und wie sie beschaffen sein dürfen. Sie erlaubt sowohl fest verbaute als auch abnehmbare Akku-Lampen, solange diese während der Fahrt fest am Rad angebracht sind. Die Wahl zwischen beiden hängt davon ab, wie Sie Ihr Rad nutzen und was Ihnen wichtiger ist.

Was die StVZO vorschreibt

Die gesetzlichen Anforderungen gelten für jede Beleuchtung, unabhängig davon, ob sie fest verbaut oder abnehmbar ist. Während der Fahrt muss das Licht fest am Fahrrad angebracht sein. Ein Verstoß gegen die Fahrradbeleuchtungsvorschriften kostet 20 Euro. Reflektoren oder Katzenaugen allein genügen nicht; die StVZO verlangt einen weißen Scheinwerfer vorne und eine rote Schlussleuchte hinten. Zusätzlich sind Reflektoren an den Seiten und an den Pedalen vorgeschrieben.

Batteriebetriebene Beleuchtung ist als Alternative zum Dynamo ausdrücklich zulässig. Sie müssen also nicht befürchten, dass Akku-Lampen gegen die StVZO verstoßen. Beides erfüllt die Anforderungen, solange die Lichter die vorgeschriebenen Farben und Positionen einhalten und während der Fahrt sicher befestigt sind.

Fest verbaute Beleuchtung

Fest verbaute Beleuchtung ist meist ein Nabendynamo oder ein Seitenläufer-Dynamo, der direkt am Rad montiert ist. Der größte Vorteil ist die Zuverlässigkeit: Sie müssen nie daran denken, das Licht mitzunehmen oder aufzuladen. Solange das Rad fährt, erzeugt der Dynamo Strom und die Lichter leuchten. Das macht diese Variante besonders für Alltagsfahrer attraktiv, die ihr Rad täglich nutzen und keine zusätzliche Wartung möchten.

Der Nabendynamo hat jedoch einen Nachteil: Er braucht zusätzliche Tretenergie. Die Helligkeit ist geschwindigkeitsabhängig. Bei Schrittgeschwindigkeit ist die Leuchtkraft geringer. Wer viel an Ampeln steht oder langsam fährt, bekommt also weniger Licht. Moderne LED-Scheinwerfer mit Standlichtfunktion gleichen diesen Effekt teilweise aus, indem sie für kurze Zeit nachleuchten. Bei niedriger Geschwindigkeit bleibt die Helligkeit trotzdem gering.

Akku-Beleuchtung

Abnehmbare Akku-Lichter sind die moderne Alternative. Der Vorteil: Sie können die Lichter abnehmen und mitnehmen. Das schützt vor Diebstahl und ermöglicht es, das Licht auch an einem anderen Fahrrad zu verwenden. Viele Modelle lassen sich bequem über USB aufladen.

Wichtig ist die Befestigung während der Fahrt. Auch ein Akku-Licht muss fest am Rad angebracht sein, wenn Sie fahren. Eine Lampe, die Sie in der Hand halten oder nur lose in die Halterung stecken, erfüllt die Anforderungen nicht. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Halterung stabil sitzt und das Licht nicht verrutschen kann. Gute Systeme verwenden Schnellverschlüsse oder Gummibänder, die das Licht sicher fixieren.

Der Nachteil der Akku-Variante ist die Laufzeit. Sie müssen daran denken, die Lichter rechtzeitig aufzuladen. Ein leerer Akku bedeutet: Sie fahren ohne Licht und riskieren ein Bußgeld. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, sollte auf Modelle mit langer Akkulaufzeit achten oder ein Zweitgerät als Reserve mitführen.

Kaufkriterien

Drei Kriterien sind bei der Auswahl wichtig. Die Helligkeit wird in Lumen angegeben. Die StVZO gibt keine Mindestwerte vor, aber die Leuchte muss die Fahrbahn gut genug ausleuchten. Für den Stadtverkehr reichen in der Regel Modelle mit moderater Helligkeit. Wer unbeleuchtete Wege fährt, sollte auf eine höhere Lichtleistung achten.

Die Befestigung entscheidet über die Alltagstauglichkeit. Fest verbaute Systeme sind immer korrekt montiert. Abnehmbare Modelle müssen Sie jedes Mal richtig anbringen. Testen Sie vor dem Kauf, ob die Halterung auch bei Erschütterungen hält und ob Sie das Licht schnell ohne Werkzeug abnehmen können.

Die Laufzeit ist bei Akku-Modellen der kritische Faktor. Achten Sie auf die Herstellerangabe, die meist eine maximale Leuchtdauer bei niedrigster Stufe nennt. Im Alltag mit voller Helligkeit ist die tatsächliche Laufzeit oft kürzer. Planen Sie ein, dass Sie das Licht regelmäßig aufladen, und überlegen Sie, ob eine Ladung für Ihre typischen Fahrten ausreicht.