E-Mountainbike kaufen

E-Mountainbikes sind die meistverkaufte Fahrradkategorie. Sie fahren über Stock und Stein wie ein normales Mountainbike, aber der Motor gleicht fehlende Fitness aus, etwa beim Bergauffahren auf einem Alpentrail. Motoren, Akkus und Fahrwerke arbeiten inzwischen in fast allen Preisbereichen auf hohem Niveau. Entscheidend für einen guten Kauf ist deshalb das passende Einsatzprofil.

Einsatzprofil zuerst klären

Bevor Sie sich mit Motoren und Akkus beschäftigen, sollten Sie festlegen, wo Sie fahren wollen. Wer überwiegend Waldwege und leichte Trails nutzt, braucht ein anderes Rad als jemand, der regelmäßig steile Anstiege und grobes Gelände fahren will. Das E-Mountainbike hilft genau dort, wo die eigene Kraft nicht reicht: Der Motor übernimmt die Arbeit beim Anstieg, und Sie kommen mit mehr Reserven am Ziel an.

Aus dem Einsatzprofil ergibt sich die erste wichtige Entscheidung: Hardtail oder Fully. Ein Hardtail hat nur eine Federgabel vorne, ein Fully zusätzlich ein gedämpftes Hinterrad. Für grobes Gelände und längere Abfahrten ist das Fully die bessere Wahl, weil das Hinterrad auf dem Boden bleibt und der Komfort spürbar steigt. Wer das Rad auch im Alltag nutzt oder überwiegend auf glatten Wegen fährt, kommt mit einem Hardtail günstiger und leichter weg.

Motor und Akku

Fast alle E-Mountainbikes nutzen einen Mittelmotor, der zwischen den Pedalen sitzt und direkt auf die Kurbel wirkt. Diese Bauweise senkt den Schwerpunkt des Rades und arbeitet mit der Gangschaltung zusammen, was sich beim Bergauffahren bemerkbar macht. Nabenmotoren, die das Hinterrad antreiben, spielen bei E-Mountainbikes kaum eine Rolle.

Die wichtigste Motorangabe ist das Drehmoment in Newtonmetern. Es bestimmt, wie kräftig der Motor beim Anstieg schiebt. Aktuelle Modelle haben kräftige Motoren für Anstiege und große Batterien. Die Akkukapazität wird in Wattstunden angegeben und entscheidet über die Reichweite. Das BH iLynx Race etwa, ein leichtes E-Mountainbike, hat einen 630-Wh-Akku. Die tatsächliche Reichweite hängt von der Unterstützungsstufe, dem Gelände und Ihrem Körpergewicht ab. Eine große Batterie ist bequem, bringt aber auch Gewicht mit. Prüfen Sie, ob der Akku zum Laden entnehmbar ist und ob Sie für lange Touren einen Zweitakku mitnehmen können.

Federweg und Fahrwerk

Der Federweg, angegeben in Millimetern, gibt an, wie weit sich Gabel und Hinterbau einfedern lassen. Mehr Federweg bedeutet mehr Komfort und Kontrolle im groben Gelände, aber auch mehr Gewicht und weniger Effizienz beim Treten. Leichte E-Mountainbikes wie das BH iLynx Race mit 120 Millimetern Federweg sind damit klassischen Mountainbikes ähnlich und eignen sich für lange Touren und gemischtes Gelände. Wer in den Bikepark oder auf anspruchsvolle Trails will, sollte Modelle mit deutlich mehr Federweg wählen.

Wichtiger als die reine Zahl ist die Abstimmung. Das Bulls Copperhead Evo AM 2 zeigt, dass ein sensibel abgestimmtes Fahrwerk mehr Fahrspaß bringt als ein großer Federweg, der sich hart anfühlt. Lassen Sie sich beim Händler erklären, wie sich Dämpfung und Federhärte einstellen lassen, und testen Sie das Rad auf einem Weg, der Ihrem Alltag entspricht.

Gewicht und Geometrie

Das Gewicht spielt eine größere Rolle, als viele Käufer denken. Sie müssen das Rad über Hindernisse heben, auf den Fahrradträger laden und in der Wohnung verstauen. Leichte E-Mountainbikes sind inzwischen kaum noch von klassischen Mountainbikes zu unterscheiden. Ingenieure haben es geschafft, um Motoren und Akkus herum Rahmenformen zu bauen, die natürlich und ausgewogen fahren. Achten Sie auf eine aufrechte, kontrollierte Sitzposition und darauf, dass Sie mit beiden Füßen sicher stehen können.

Preis und Preis-Leistung

E-Bikes sind teuer, die meisten Modelle kosten mehrere tausend Euro. Stiftung Warentest hat neun E-Bikes in verschiedenen Preisklassen getestet. Die Preisspanne zeigt, was für gut ausgestattete Räder üblich ist. Die gute Nachricht: In fast allen Preisbereichen sind Motoren, Akkus und Fahrwerke inzwischen von hoher Qualität. Die Unterschiede liegen in Details wie Bremsen, Schaltung, Federungsqualität und Verarbeitung. Das Bulls Copperhead Evo AM 2 steht für das Prinzip Preis-Leistung: eine attraktive Ausstattung zu einem fairen Preis. Auch Hersteller, die hierzulande noch wenig bekannt sind, mischen den Markt inzwischen auf und bieten oft viel Ausstattung fürs Geld.

Achten Sie beim Kauf auch auf das, was nach dem Kauf passiert. Ein Händler in der Nähe, der Wartung und Garantie übernimmt, ist mehr wert als ein günstiger Online-Preis. Fragen Sie nach Ersatzteilverfügbarkeit und Servicekosten, bevor Sie unterschreiben.