Das passende Kinder-Mountainbike finden: Worauf Eltern achten müssen
Beim Kauf eines Kinder-Mountainbikes zählen vier Punkte: Größe, Gewicht, Bremsen und Schaltung. Es gibt viele Modelle, Farben und Ausstattungen, aber nicht jedes Rad passt zu jedem Kind. Lassen Sie Ihr Kind vor dem Kauf Probe fahren. Dann finden Sie ein Rad, mit dem es sicher und mit Freude unterwegs ist.
Die richtige Laufradgröße bestimmen
Bei Kinderrädern zählt vor allem die Laufradgröße, nicht die Rahmengröße wie bei Erwachsenen. Übliche Größen sind verschiedene Zollgrößen. Welche Größe passt, hängt von der Körpergröße des Kindes ab, nicht vom Alter. Ein Fahrradhändler kann die richtige Größe messen, und viele Hersteller geben Größenempfehlungen an.
Das Kind sollte mit beiden Füßen flach auf dem Boden stehen können, wenn es über dem Oberrohr steht. Beim Sitzen auf dem Sattel sollten die Füße den Boden gerade noch erreichen, und die Knie dürfen beim Treten nicht gegen den Lenker stoßen. Ein häufiger Fehler ist, ein zu großes Rad zu kaufen, in das das Kind erst hineinwachsen soll. Ein zu großes Rad lässt sich schwerer kontrollieren und nimmt dem Kind das Vertrauen.
Das Gewicht entscheidet über den Fahrspaß
Ein leichtes Rad lässt sich von einem Kind besser lenken, bremsen und tragen. Schwere Räder ermüden das Kind schnell und machen jede Fahrt anstrengend. Achten Sie darauf, dass das Kind das Rad selbst anheben und über ein Hindernis heben kann.
Viele Kinderräder werden mit Zubehör verkauft, das das Rad schwerer macht und ablenkt. Schutzbleche, Gepäckträger, Beleuchtung, Körbe und Fähnchen gehören nicht auf ein Mountainbike für Kinder. Sie machen das Rad schwerer und lenken vom Fahren ab. Ein schlichtes Rad ohne unnötige Anbauteile ist die bessere Wahl.
Bremsen, die kleine Hände bedienen können
Kinderhände sind klein und haben wenig Kraft. Deshalb müssen die Bremshebel so montiert sein, dass das Kind sie mit ausgestreckten Fingern erreicht und ohne viel Kraft ziehen kann. Viele Kinderräder haben spezielle, kürzere Bremshebel, die auf kleine Hände abgestimmt sind.
Bei den Bremstypen gibt es zwei gängige Varianten. Felgenbremsen, auch V-Brakes genannt, sind leicht und einfach zu warten und bei Kinderrädern weit verbreitet. Scheibenbremsen bieten mehr Bremskraft, sind aber schwerer. Für kleine Hände können sie zu stark sein, wenn sie nicht für Kinder ausgelegt sind. Wichtig ist, dass beide Bremsen zuverlässig greifen und das Kind sie ohne Verkrampfen bedienen kann. Lassen Sie das Kind vor dem Kauf testen, ob es die Hebel bis zum Anschlag ziehen kann.
Die richtige Schaltung wählen
Für jüngere Kinder ist eine einfache Schaltung oft die bessere Wahl. Ein Rad mit wenigen Gängen oder ohne Schaltung ist leichter und lenkt weniger ab. Ein Kind, das ständig mit der Schaltung beschäftigt ist, verliert leicht den Blick auf den Weg.
Wenn das Kind bereits sicher fährt, eignet sich eine Schaltung mit einem einzelnen Kettenblatt vorne, eine sogenannte 1x-Schaltung. Sie kommt ohne Umwerfer aus, also ohne die Schaltvorrichtung an den vorderen Kettenblättern. Sie ist einfacher zu bedienen als Systeme mit mehreren Kettenblättern. Das Kind sollte die Gänge wechseln können, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen und ohne das Gleichgewicht zu verlieren.
Die Probefahrt mit dem Kind
Ein Kind sollte ein neues Rad nicht nur ansehen, sondern richtig fahren. Nehmen Sie sich Zeit für eine Probefahrt auf einem Gelände, das dem späteren Einsatzort ähnelt. Ein kurzer Test auf ebenem Boden reicht nicht aus, wenn das Kind später Waldwege fahren soll.
Achten Sie bei der Probefahrt auf vier Dinge. Erstens: Kann das Kind sicher auf- und absteigen? Zweitens: Erreicht es die Bremshebel und kann es das Rad damit zum Stehen bringen? Drittens: Kommen die Knie beim Treten nicht an den Lenker? Viertens: Wirkt das Kind entspannt oder verkrampft es sich? Ein Kind, das sich auf dem Rad wohlfühlt, fährt aufrecht und schaut nach vorne, nicht ständig auf den Boden.