CUBE Fahrrad: Modelle, Qualität, Preise und Kaufberatung
CUBE ist eine deutsche Fahrradmarke mit Sitz in Waldershof in der Oberpfalz. Das Unternehmen bietet heute Fahrräder und E-Bikes für fast alle wichtigen Einsatzbereiche an: vom einfachen Cityrad über Trekking- und Gravelbikes bis zum vollgefederten E-Mountainbike. Die Marke ist deshalb für Einsteiger, Pendler, Familien, Tourenfahrer und sportlich ambitionierte Radfahrer interessant.
Ob ein CUBE Fahrrad zu Ihnen passt, entscheidet sich jedoch nicht allein am Markennamen. Wichtiger sind der Einsatzzweck, die Rahmengröße, die Ausstattung, das zulässige Gesamtgewicht und der Service vor Ort. Ein leichtes Urban-Bike ist für den täglichen Weg zur Arbeit sinnvoller als ein schweres E-Mountainbike. Für lange Radreisen gelten wiederum andere Anforderungen.
CUBE im Überblick
CUBE wurde 1993 von Marcus Pürner gegründet und hat seinen Unternehmenssitz weiterhin in Waldershof. Nach Angaben des Herstellers arbeiten dort mehr als 1.000 Beschäftigte; die Fahrräder werden in mehr als 60 Ländern vertrieben.
In Waldershof bündelt CUBE nach eigenen Angaben unter anderem Entwicklung, Prüfungen, Montage und Logistik. Die Produktionsstätte umfasst laut Hersteller mehr als 55.000 Quadratmeter. Die Montagekapazität liegt demnach bei bis zu 4.500 Fahrrädern pro Tag.
Diese Angaben machen CUBE zu einem etablierten Fahrradhersteller mit umfangreichen Entwicklungs- und Vertriebsstrukturen. Daraus folgt allerdings nicht, dass jedes Bauteil eines CUBE Fahrrads in Deutschland gefertigt wird. Rahmen, Antriebe, Schaltungen, Bremsen und weitere Komponenten stammen von unterschiedlichen Zulieferern. CUBE entwickelt und montiert Fahrräder nach eigenen Angaben unter anderem am Standort Waldershof.
Welche CUBE Fahrräder gibt es?
Das Sortiment reicht von klassischen Fahrrädern bis zu leistungsstarken E-Bikes. Die Modellreihen unterscheiden sich innerhalb einer Kategorie teils deutlich bei Rahmen, Ausstattung und Einsatzbereich.
City- und Urban-Bikes
Cityräder eignen sich für kurze Wege, Einkäufe und entspannte Fahrten auf befestigten Straßen. Typische Merkmale sind eine aufrechte Sitzposition, Schutzbleche, Beleuchtung und ein Gepäckträger.
CUBE führt in diesem Bereich unter anderem die Serien Editor, Aruba und Town. Das Editor ist als reduziertes Urban-Bike auf einen schnellen, unkomplizierten Alltagseinsatz ausgelegt. Die Town-Modelle richten sich stärker an komfortorientierte Fahrer und Fahrerinnen.
Vor dem Kauf sollten Sie prüfen, ob folgende Ausstattung bereits vorhanden ist:
- vollständige Beleuchtung für Fahrten im Straßenverkehr
- Schutzbleche
- Gepäckträger
- Seitenständer
- passende Übersetzung für Steigungen
- ausreichend breite Reifen für den geplanten Untergrund
Trekkingräder
Trekkingräder verbinden Alltagstauglichkeit mit Tourenkomfort. Sie eignen sich für längere Strecken, Radwege, befestigte Schotterwege und Reisen mit Gepäck.
CUBE bietet Trekkingräder beispielsweise in den Reihen Kathmandu und Touring an. Die konkrete Ausstattung reicht von einfachen Varianten für kurze Ausflüge bis zu umfangreich ausgestatteten Rädern für mehrtägige Touren.
Für Radreisen zählen vor allem:
- zulässiges Gesamtgewicht
- Tragfähigkeit des Gepäckträgers
- zuverlässige Bremsen bei voller Beladung
- bequeme Sitzposition
- Lichtanlage mit ausreichender Leistung
- einfache Wartung
- Verfügbarkeit von Ersatzteilen
- Schutz vor Spritzwasser
Das zulässige Systemgewicht hängt vom jeweiligen Modell ab. Es umfasst Fahrer, Fahrrad, Gepäck und weiteres Zubehör. Die Angabe im Datenblatt ist deshalb besonders wichtig, wenn Sie mit Packtaschen fahren.
Mountainbikes
CUBE unterscheidet im Mountainbike-Bereich vor allem zwischen Hardtails und vollgefederten Mountainbikes.
Ein Hardtail besitzt eine Federgabel am Vorderrad, aber keine Hinterradfederung. Dadurch bleibt es vergleichsweise leicht, wartungsarm und effizient auf Forstwegen, einfachen Trails und längeren Touren. Die Reaction-Reihe deckt verschiedene Einsatzbereiche vom Einstieg bis zum sportlichen Cross-Country-Fahren ab.
Ein Fully besitzt zusätzlich eine Hinterradfederung. Das verbessert auf anspruchsvollen Trails die Kontrolle und den Komfort. Dafür steigen Gewicht, Preis und Wartungsaufwand. CUBE positioniert seine Stereo-Modelle für All-Mountain-, Trail- und Enduro-Einsätze.
Ein Mountainbike ist nicht automatisch für Sprünge, Bikeparks oder anspruchsvolle Abfahrten freigegeben. Prüfen Sie vor solchen Einsätzen die vom Hersteller angegebene Einsatzkategorie, den Federweg, die Laufradgröße und die Freigaben für Rahmen und Komponenten.
Rennräder und Gravelbikes
Rennräder sind für hohe Geschwindigkeiten auf Asphalt ausgelegt. Die Attain-Reihe richtet sich unter anderem an Fahrer, die ein komfortables Rennrad für längere Strecken suchen. Das Agree ist sportlicher positioniert.
Gravelbikes verbinden die Sitzposition und Geschwindigkeit eines Rennrads mit breiteren Reifen und mehr Stabilität auf Schotter. Die Nuroad-Reihe eignet sich für Asphalt, Feldwege, längere Ausfahrten und je nach Ausstattung auch für Bikepacking.
Beim Gravelbike sollten Sie auf Reifenfreiheit, Befestigungspunkte, Übersetzung und das zulässige Gesamtgewicht achten. Wer häufig mit Gepäck fährt, benötigt ein anderes Modell als jemand, der überwiegend schnelle Runden ohne Gepäck absolviert.
Kinder- und Jugendfahrräder
CUBE führt Kinder- und Jugendräder in verschiedenen Laufradgrößen und Ausstattungsstufen. Dazu gehören unter anderem die Reihen Acid, Numove, Phenix, Stereo Kids und Rookie.
Entscheidend ist die passende Größe. Ein zu großes Fahrrad erschwert das Anfahren, Bremsen und sichere Absteigen. Ein zu kleines Modell begrenzt dagegen die Bewegungsfreiheit und wird schnell unbequem. Lassen Sie das Kind deshalb auf dem Fahrrad sitzen und prüfen Sie, ob beide Füße beim Anhalten sicher den Boden erreichen oder das Absteigen problemlos gelingt.
E-Bikes und Pedelecs
CUBE bündelt seine E-Bikes unter der Bezeichnung Hybrid. Das Programm umfasst unter anderem:
- City- und Urban-E-Bikes
- E-Trekkingräder
- E-Mountainbikes
- E-Gravelbikes
- Lasten- und Transport-E-Bikes
- E-Bikes für Kinder sowie Jugendliche
Bei einem Pedelec unterstützt der Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Für die Kaufentscheidung zählen Motorposition, Akkukapazität, Gewicht, Sitzposition und Ausstattung stärker als die reine Bezeichnung E-Bike.
Welches CUBE Fahrrad passt zu mir?
Die folgende Übersicht dient als erste Orientierung. Ausstattung und Preise unterscheiden sich je nach Modelljahr und Variante.
| Einsatzbereich | Passende CUBE-Richtung | Darauf kommt es an |
|---|---|---|
| Kurze Wege in der Stadt | Editor, Aruba oder Town | Gewicht, Licht, Schutzbleche, Gepäckträger |
| Tägliches Pendeln auf Asphalt und Schotter | Nulane oder ein vergleichbares Urban-Modell | Reifen, Übersetzung, Gepäckträger, Wartungsaufwand |
| Radreisen und Alltag mit Gepäck | Kathmandu oder Touring | Systemgewicht, Bremsen, Reichweite, Gepäckträger |
| Waldwege und sportliche Touren | Reaction oder Nuride | Reifen, Federgabel, Sitzposition, Bremsen |
| Anspruchsvolle Trails | Stereo Hybrid oder vergleichbares Fully | Federweg, Einsatzkategorie, Fahrwerk, Laufräder |
| Rennradfahren | Attain oder Agree | Sitzposition, Rahmen, Übersetzung, Reifenbreite |
| Schotter und Bikepacking | Nuroad | Reifenfreiheit, Befestigungspunkte, Übersetzung |
| Kinder und Jugendliche | Acid, Numove, Phenix, Stereo Kids oder Rookie | Laufradgröße, Gewicht, Bremshebel, Ergonomie |
Für Einsteiger
Einsteiger sollten zuerst klären, ob sie ein klassisches Fahrrad oder ein E-Bike benötigen. Für kurze, flache Wege reicht ein leichtes City- oder Trekkingrad häufig aus. Ein leistungsstarker Motor und ein großer Akku erhöhen Gewicht und Anschaffungskosten.
Achten Sie auf eine aufrechte Sitzposition, leicht erreichbare Bremshebel und eine unkomplizierte Bedienung. Beim E-Bike sollte der Händler die Unterstützungsstufen erklären und prüfen, ob sich der Akku bequem entnehmen lässt.
Für Pendler
Beim täglichen Pendeln zählen Licht, Wetterschutz, Diebstahlschutz und Wartungsfreundlichkeit. Maximales Drehmoment ist im Stadtverkehr meist weniger entscheidend als ein geringes Gewicht und eine passende Übersetzung.
Prüfen Sie außerdem, ob der Gepäckträger für Ihre Tasche geeignet ist und ob sich ein Fahrradschloss sicher am Rahmen befestigen lässt. Für längere Pendelstrecken können breitere Reifen und eine entspannte Sitzposition den Komfort deutlich erhöhen.
Für Tourenfahrer
Wer regelmäßig mehrere Stunden unterwegs ist, sollte die Sitzposition nicht nur im Stand beurteilen. Eine Probefahrt zeigt, ob Lenkerhöhe, Sattel und Rahmenlänge passen.
Bei E-Trekkingrädern kommt die Reichweite hinzu. Ein großer Akku hilft auf langen oder hügeligen Strecken, erhöht aber auch das Fahrradgewicht. Wer den Akku häufig Treppen hinauftragen muss, sollte diesen Nachteil in die Entscheidung einbeziehen.
Für Mountainbike-Fahrer
Ein Hardtail ist eine gute Wahl für Einsteiger, Waldwege und sportliche Touren mit überschaubaren technischen Anforderungen. Ein Fully bietet mehr Kontrolle auf Wurzeln, Steinen und steilen Abfahrten, verlangt aber eine sorgfältigere Fahrwerksabstimmung und regelmäßige Wartung.
Achten Sie auf die Kombination aus Federweg, Bremsanlage, Reifen und Einsatzkategorie. Ein teureres Modell ist nur dann sinnvoll, wenn Sie die zusätzliche Ausstattung tatsächlich nutzen.
Sind CUBE Fahrräder gut?
CUBE ist eine etablierte Marke mit breitem Sortiment, eigener Entwicklungsarbeit und einem hauseigenen Testlabor. Der Hersteller gibt an, dort 38 Prüfstände zu betreiben. Rahmen, Gabeln, Lenker, Vorbauten und weitere sicherheitsrelevante Komponenten werden nach Angaben von CUBE geprüft. Die firmeneigenen Prüfungen sollen teilweise über die geltenden ISO-Anforderungen hinausgehen.
Zu den beschriebenen Prüfungen gehört unter anderem ein mehr als 16 Stunden dauernder Belastungstest für Rahmen. Solche Herstellerangaben zeigen, wie CUBE die Produktentwicklung organisiert. Sie ersetzen jedoch keine unabhängige Bewertung jedes einzelnen Modells.
Unabhängige Tests fallen für mehrere CUBE-Räder positiv aus:
- Der ADAC gab dem CUBE Stereo Hybrid 140 HPC SL 750 die Gesamtnote 1,8 und das Urteil „gut“.
- Der ADAC hob beim Nuride Hybrid SLX Allroad unter anderem Komfort, Ausstattung und Bosch-Antrieb hervor.
- Stiftung Warentest führt unter anderem das Kathmandu Hybrid One 625, das Nuride Hybrid EXC 625 Allroad und das Supreme Hybrid One 500 in seiner Testdatenbank.
Diese Ergebnisse beziehen sich jeweils auf konkrete Modelljahre und Ausstattungsvarianten. Sie lassen sich nicht automatisch auf das gesamte Sortiment übertragen. Beim CUBE Nuride stellte der ADAC beispielsweise eine Abweichung zwischen der erwarteten und der tatsächlich vorgefundenen Gepäckträgerausstattung fest. Deshalb sollten Käufer die Ausstattung des konkreten Fahrrads beim Händler kontrollieren.
CUBE bietet viele solide und gut ausgestattete Fahrräder. Die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis hängen trotzdem vom einzelnen Modell ab.
CUBE E-Bikes: Motor, Akku und Reichweite
Bei aktuellen CUBE-E-Bikes kommen je nach Baureihe verschiedene Bosch-Antriebe zum Einsatz. Das CUBE Reaction Hybrid ONE 720 des Modelljahrs 2026 wird beispielsweise mit einem Bosch Performance Line CX, einem Drehmoment von bis zu 120 Newtonmetern und einem 720-Wattstunden-Akku angeboten. Die unverbindliche Preisempfehlung dieses konkreten Modells liegt bei 2.799 Euro. Der Hersteller nennt ein Gewicht von 25,1 Kilogramm.
Ein solches Antriebssystem ist für steile Anstiege, schwere Fahrer und lange Touren interessant. Für kurze Stadtwege genügt häufig ein leichteres E-Bike mit kleinerem Akku. Mehr Leistung und Kapazität bedeuten auch mehr Gewicht, höhere Anschaffungskosten und potenziell höhere Kosten für Wartung und Ersatzteile.
Wie weit fährt ein CUBE E-Bike?
Die Reichweite hängt von mehreren Bedingungen ab. Dazu gehören:
- Unterstützungsstufe
- Gewicht von Fahrer und Gepäck
- Steigungen
- Temperatur
- Gegenwind
- Reifendruck
- Reifenprofil
- Fahrstil
- Alter und Zustand des Akkus
Ein ADAC-Fahrbericht zum CUBE Nuride Hybrid SLX Allroad mit 800-Wattstunden-Akku erreichte im hügeligen Voralpenland im Eco-Modus ungefähr 100 Kilometer. Im Turbo-Modus waren noch gut 70 Kilometer möglich. Im flachen Gelände kann die Reichweite höher liegen.
Diese Werte gelten für das getestete Modell und die jeweiligen Bedingungen. Sie sind keine allgemeine Reichweitenangabe für alle CUBE E-Bikes.
Preise und Preis-Leistung
CUBE deckt verschiedene Preisklassen ab. Einfache Hardtails und Cityräder sind deutlich günstiger als Carbon-Rennräder, vollgefederte E-Mountainbikes oder umfangreich ausgestattete Trekking-E-Bikes.
Konkrete Beispiele zeigen die Spannweite:
- Das Reaction Hybrid ONE 720 hat für das Modelljahr 2026 eine unverbindliche Preisempfehlung von 2.799 Euro.
- Das Nuride Hybrid SLX Allroad wurde im ADAC-Fahrbericht mit einem Preis ab 3.999 Euro eingeordnet.
- Das im ADAC getestete Stereo Hybrid 140 HPC SL 750 kostete zum damaligen Preisstand 5.299 Euro.
Preise ändern sich durch Modelljahr, Ausstattung, Verfügbarkeit und Händlerangebote. Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Kaufpreis, sondern den tatsächlichen Nutzwert.
Prüfen Sie vor dem Kauf:
- Sind Licht, Schutzbleche, Gepäckträger und Ständer enthalten?
- Passt die Bremsanlage zum Gewicht und Einsatz?
- Ist der Akku entnehmbar?
- Wie viel kostet ein Ersatzakku?
- Wie hoch ist das zulässige Systemgewicht?
- Welche Wartungskosten entstehen für Antrieb, Bremsen und Fahrwerk?
- Gibt es eine Werkstatt in erreichbarer Nähe?
- Passt die Rahmengröße wirklich?
Stiftung Warentest nennt für bestimmte getestete CUBE-E-Bikes Ersatzakkupreise von etwa 900 Euro. Dieser Wert gilt nicht für jedes Modell, zeigt aber, dass die Folgekosten in die Kalkulation gehören.
CUBE kaufen: Fachhändler oder online?
CUBE vertreibt seine Fahrräder nach eigenen Angaben über ausgewählte Fachhändler. Der Kauf im Fachhandel bietet bei einem Fahrrad mehrere Vorteile:
- Probefahrt mit verschiedenen Rahmengrößen
- Einstellung von Sattel und Lenker
- Beratung zu Motor und Akku
- Montage von Zubehör
- Prüfung der Bremsen und Schaltung
- Unterstützung bei Reparaturen und bei Reklamationen
- Bestellung passender Ersatzteile
Die Verfügbarkeit und Lieferzeit hängen vom Modell und Händler ab. Ein günstiger Preis nützt wenig, wenn das Fahrrad nicht passt oder keine Werkstatt für spätere Einstellungen zur Verfügung steht.
Beim Onlinekauf sollten Sie besonders auf die genaue Modellbezeichnung, das Modelljahr und die Ausstattung achten. Innerhalb einer Modellreihe können sich Schaltung, Bremsen, Federgabel, Laufräder, Akku und Gepäckträger deutlich unterscheiden.
Garantie, Gewährleistung und Wartung
Die gesetzliche Gewährleistung beträgt grundsätzlich zwei Jahre ab dem Kauf. Davon zu unterscheiden sind freiwillige Garantieleistungen des Herstellers.
CUBE nennt für Rahmen ab Modelljahr 2012 unterschiedliche Garantiezeiten:
- sechs Jahre für Aluminiumrahmen
- drei Jahre für Carbon- und Aluminium-Carbon-Rahmen
Ausnahmen gelten unter anderem für bestimmte Modelle und Schäden durch nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch. Maßgeblich sind die Garantiebedingungen des konkreten Fahrrads.
Zu den typischen Verschleißteilen zählen Reifen, Kette, Ritzel, Bremsbeläge, Bremsscheiben, Lager, Sattel, Griffe und Akkus. Für diese Bauteile gelten die normalen Garantie- und Gewährleistungsregelungen nicht automatisch.
Beim Gebrauchtkauf sollten Sie deshalb folgende Unterlagen und Daten prüfen:
- Kaufbeleg
- Rahmennummer
- Modelljahr
- Wartungsnachweise
- Zustand von Akku und Ladegerät
- Zustand von Kette, Kassette und Bremsen
- mögliche Rückrufaktionen
CUBE weist darauf hin, dass die Herstellergarantie beim Weiterverkauf nicht auf den zweiten Käufer übertragbar ist. Dieser Punkt kann den Wert eines gebrauchten CUBE E-Bikes deutlich beeinflussen.
Rückrufe vor dem Kauf prüfen
Auch etablierte Fahrradhersteller veröffentlichen Rückrufe, wenn ein Bauteil ein Sicherheitsrisiko darstellt. CUBE führt auf seiner offiziellen Rückrufseite mehrere aktuelle und frühere Sicherheitsaktionen auf.
Dazu gehören unter anderem:
- bestimmte Hybrid-Modelle mit ACID-Hybrid-Carbon-Kurbelarmen aus dem Modelljahr 2026
- bestimmte Hybrid-Modelle mit ACID MTB Hybrid Pro-Kurbelarmen aus dem Modelljahr 2025
- Agree-C:62-Modelle der Modelljahre 2025 und 2026
- weitere frühere Aktionen zu einzelnen Komponenten und Modellreihen
Beim Rückruf für bestimmte Agree-C:62-Rennräder beschreibt CUBE mögliche Rissbildungen an der Carbongabel oberhalb der Bremsaufnahme. Betroffene Fahrräder, die vor dem 30. November 2025 ausgeliefert oder verkauft wurden, sollen bis zur Prüfung nicht weiter genutzt werden. Die Kontrolle erfolgt anhand der Rahmennummer und gegebenenfalls der Seriennummer der Gabel. Für Prüfung und Austausch verweist CUBE auf autorisierte Fachhändler.
Prüfen Sie vor dem Kauf eines neuen oder gebrauchten CUBE Fahrrads daher immer:
- Modellbezeichnung und Modelljahr
- Rahmennummer
- Rückrufbereich des Herstellers
- Zustand sicherheitsrelevanter Bauteile
- Bestätigung des Händlers, falls das Fahrrad von einer Rückrufmaßnahme betroffen ist
Ein Rückruf macht nicht die gesamte Marke unsicher. Er zeigt aber, warum die Prüfung des konkreten Fahrrads wichtiger ist als eine pauschale Bewertung.
CUBE Fahrrad: Fazit
CUBE ist eine etablierte deutsche Fahrradmarke mit Sitz und Entwicklung in Waldershof sowie einem sehr breiten Sortiment. Das Angebot reicht vom einfachen Cityrad über Trekking-, Renn- und Gravelbikes bis zu Hardtails, Fullys und leistungsstarken E-Bikes. Mehrere konkrete Modelle erzielten in unabhängigen Tests gute Ergebnisse.
Die Marke bietet damit für viele Nutzer ein passendes Fahrrad. Eine allgemeine Aussage, dass jedes CUBE Fahrrad besonders gut oder besonders günstig ist, wäre jedoch zu pauschal. Entscheidend sind das konkrete Modell, die Ausstattung, die Rahmengröße, der geplante Untergrund, das Systemgewicht und die Betreuung durch den Händler.
Wer ein CUBE Fahrrad kaufen möchte, sollte vor allem diese Punkte vergleichen:
- Einsatzbereich und Sitzposition
- Rahmen- und Laufradgröße
- Bremsen, Reifen und Schaltung
- Akku, Motor und Gesamtgewicht bei E-Bikes
- Gepäckträger, Licht und Schutzbleche
- zulässiges Systemgewicht
- Wartungs- und Ersatzteilkosten
- Rückrufstatus und Garantiebedingungen
Damit ist CUBE für Einsteiger ebenso interessant wie für erfahrene Radfahrer. Die beste Wahl entsteht jedoch durch die passende Kombination aus Modell, Ausstattung und Einsatzzweck.