BULLS Mountainbike: Modelle, Erfahrungen und Kaufberatung

BULLS bietet Mountainbikes für sehr unterschiedliche Einsatzbereiche: vom alltagstauglichen Hardtail für Waldwege bis zum sportlichen Carbon-Fully für Cross-Country, All-Mountain und Enduro. Die wichtigste Kaufentscheidung lautet deshalb nicht „Welches BULLS ist das beste?“, sondern: Wie und wo soll das Fahrrad gefahren werden?

Für Einsteiger und Alltagsfahrer passen Sharptail-Modelle. Wer sportlicher unterwegs ist, findet mit Copperhead-Hardtails einen passenden Einstieg. Für lange Touren und anspruchsvolle Trails kommen Wild Edge, Wild Ronin oder Wild Creed infrage. Wer Unterstützung am Berg benötigt, findet mit Copperhead EVO, Sonic und Vuca EVO AM mehrere E-MTB-Reihen.

Kurzfazit: Welches BULLS passt zu wem?

Einsatzbereich Passende BULLS-Serie Einordnung
Alltag, Feldwege und leichte Waldwege Sharptail komfortables Hardtail, teils mit Straßenausstattung
Sportliche Touren und Cross-Country Copperhead vielseitiges Hardtail mit sportlicher Ausstattung
Kinder und Jugendliche Tokee Mountainbikes für den Nachwuchs
Schnelle Touren und Marathon Wild Edge leichtes Race-Fully mit 120 Millimeter Federweg
Technische Touren und vielseitige Trails Wild Ronin All-Mountain-Fully mit 140 Millimeter Federweg
Enduro und anspruchsvolle Abfahrten Wild Creed Fully mit 170 Millimeter Federweg vorn
Sportliches E-MTB für Touren und Trails Copperhead EVO AM oder Sonic je nach Modell als Hardtail oder Fully
Lange E-MTB-Touren mit wartungsarmem Antrieb Vuca EVO AM Pinion-Getriebe und Riemenantrieb

Die Serien unterscheiden sich bei Federweg, Geometrie, Gewicht, Ausstattung und Preis deutlich. Ein günstiges Sharptail ist deshalb nicht einfach die kleinere Version eines Wild Creed. Beide Fahrräder erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

BULLS als Marke und im Fachhandel

BULLS gehört zur Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft ZEG mit Sitz in Köln. Die ZEG wurde 1966 gegründet und arbeitet mit einem großen Netz unabhängiger Fahrradfachhändler. Dadurch ist BULLS eng mit dem stationären Fachhandel verbunden.

Das bringt beim Kauf praktische Vorteile. Viele Händler ermöglichen eine Probefahrt, helfen bei der Rahmengröße und übernehmen die Montage sowie spätere Wartungsarbeiten. Gerade bei einem vollgefederten Mountainbike oder E-MTB ist diese Unterstützung wertvoll. Eine gute Händlerbetreuung ersetzt allerdings keine passende Modellauswahl und ist kein pauschaler Beleg für eine höhere Qualität jedes einzelnen Fahrrads.

Auch der Rennsport gehört zur Marke. Das Team BULLS besteht seit 2007 und erzielte unter anderem Erfolge bei der Cape Epic und der Transalp. Solche Renneinsätze fließen in die Markenentwicklung ein. Für die Kaufentscheidung zählen trotzdem die konkreten Daten des gewünschten Modells: Federweg, Fahrwerk, Bremsen, Reifen, Gewicht und Einsatzkategorie.

Die wichtigsten BULLS-Mountainbikes

Sharptail: Einstieg, Alltag und moderate Trails

Das Sharptail richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die ein sportliches Fahrrad für Alltag, Feierabendrunden und einfache Wege im Gelände suchen. Die Serie ist damit eine sinnvolle Wahl für:

  • asphaltierte Strecken und Radwege,
  • Feld- und Schotterwege,
  • Waldwege,
  • leichte Trails ohne große Sprünge,
  • den täglichen Weg zur Arbeit.

Je nach Ausführung gibt es unterschiedliche Laufradgrößen und Rahmengrößen. Street-Varianten ergänzen die Mountainbike-Grundausstattung um Schutzbleche, Beleuchtung, Seitenständer und Klingel.

Ein Sharptail eignet sich für gemäßigte Geländefahrten. Für regelmäßige Bikepark-Besuche, große Sprünge oder schnelle, steile Abfahrten braucht es ein Fahrrad mit stabilerem Fahrwerk, kräftigeren Bremsen und einer dafür ausgelegten Geometrie.

Copperhead: das sportliche Hardtail

Die Copperhead-Serie ist die naheliegende Wahl für sportliche Fahrer, die ohne Motor unterwegs sein möchten. Ein Hardtail besitzt eine Federgabel am Vorderrad, aber keine Hinterbaufederung. Dadurch bleibt das Fahrrad leichter, effizienter und wartungsärmer als ein Fully.

Das aktuelle Copperhead 3 verbindet einen Aluminiumrahmen mit einer Shimano-Deore-12-Gang-Schaltung und einer RockShox-Judy-Federgabel. Die Ausstattung passt zu Cross-Country-Runden, sportlichen Tagestouren und mittelschweren Trails.

Ein Copperhead-Hardtail bietet sich an, wenn:

  • der Vortrieb auf flacheren Strecken wichtig ist,
  • das Fahrrad regelmäßig getragen oder auf einem Heckträger transportiert wird,
  • der Wartungsaufwand überschaubar bleiben soll,
  • technische Passagen zwar vorkommen, aber keine extremen Abfahrten geplant sind.

Auf Wurzeln und Steinen verlangt ein Hardtail mehr aktive Fahrtechnik. Wer häufig auf ruppigen Trails unterwegs ist oder lange Abfahrten komfortabler bewältigen möchte, fährt mit einem Fully entspannter.

Wild Edge: leichtes Race-Fully

Das Wild Edge ist auf Cross-Country und Marathon ausgerichtet. Die Serie nutzt 29-Zoll-Laufräder und bietet 120 Millimeter Federweg an Vorder- und Hinterrad. Ein getestetes Topmodell besitzt einen Vollcarbonrahmen und kostete im Test 6.999 Euro.

Dieses BULLS-Fully passt zu Fahrern, die:

  • schnell bergauf fahren möchten,
  • lange Strecken und Marathonrennen planen,
  • Effizienz und geringes Gewicht höher bewerten als maximale Abfahrtsreserven,
  • auf technischen Wegen mehr Traktion und Komfort als bei einem Hardtail wünschen.

Der Rahmen bietet Platz für zwei Trinkflaschen. Das ist auf langen Rennen und Tagestouren praktisch. Für Bikepark-Strecken oder sehr grobe Enduro-Abfahrten ist das Wild Edge wegen seines geringeren Federwegs weniger geeignet.

Wild Ronin: vielseitiges All-Mountain-Fully

Das Wild Ronin deckt den Bereich zwischen Race-Fully und Enduro-Bike ab. Die Serie verwendet einen Carbonrahmen, einen Viergelenk-Hinterbau und 140 Millimeter Federweg an beiden Laufrädern.

Die Modellfamilie umfasst unter anderem:

  • Wild Ronin 1 für etwa 3.499 Euro,
  • Wild Ronin 2 für etwa 4.499 Euro,
  • Wild Ronin Team für etwa 6.999 Euro.

Diese Preise dienen als Richtwerte und können sich nach Modelljahr, Ausstattung, Land und Händlerangebot unterscheiden.

Das Wild Ronin ist besonders interessant für lange Touren mit technischen Abschnitten. Der Hinterbau soll beim Klettern Traktion liefern und auf der Abfahrt ausreichend Reserven bieten. Unabhängige Tests ordnen das Modell als vielseitigen Allrounder für flowige Strecken, technische Abfahrten und lange Etappen ein.

Wer ein einziges Fahrrad für Touren, Waldtrails und anspruchsvollere Passagen sucht, findet im Wild Ronin eine ausgewogene Option. Für reines Cross-Country ist es schwerer und weniger effizient als ein Wild Edge. Für extremes Enduro und häufige Bikepark-Fahrten bietet das Wild Creed mehr Federweg.

Wild Creed: Enduro für anspruchsvolle Trails

Das Wild Creed ist das Enduro-Modell im klassischen BULLS-Programm. Es besitzt je nach Ausführung 170 Millimeter Federweg an der Front und 160 Millimeter am Heck. Ein Vollcarbonrahmen, ein RockShox-Fahrwerk und ein Viergelenk-Hinterbau gehören zu den technischen Merkmalen der Serie.

Ein getestetes Wild Creed Team wog 15,3 Kilogramm. Das ist für ein Enduro-Fully mit diesem Federweg ein niedriges Gewicht. Tests lobten die Traktion, das Fahrwerk und die Klettereigenschaften. Der steile Sitzwinkel von 78 Grad unterstützt die Position am Berg.

Die Geometrie setzt jedoch einen klaren Schwerpunkt. Mit einem Lenkwinkel von 64,5 Grad läuft das Fahrrad bei sehr schnellen und steilen Abfahrten weniger ruhig als ein stärker auf Gravity ausgerichtetes Enduro-Bike mit flacherem Lenkwinkel. Wer regelmäßig im Bikepark fährt, sollte das Wild Creed deshalb vor dem Kauf testen und mit Alternativen vergleichen.

Das Wild Creed passt zu:

  • technischen Trails,
  • steilen Abfahrten,
  • anspruchsvollen Tagestouren,
  • Enduro-Rennen,
  • kleineren Bikepark-Einsätzen.

Die Kabelführung durch den Steuersatz kann Wartungsarbeiten aufwendiger machen. Das sollte bei der langfristigen Pflege berücksichtigt werden.

BULLS-E-Mountainbikes

Copperhead EVO: elektrische Unterstützung für Touren und Trails

Die Copperhead-EVO-Reihe überträgt das sportliche Konzept der Copperhead-Hardtails auf E-MTBs. Es gibt Hardtails und vollgefederte Varianten. Je nach Modell kommen Bosch-Antriebe, integrierte Beleuchtung und MonkeyLink-Schnittstellen zum Einsatz.

Das Copperhead EVO AM 4 gehört zu den leistungsfähigeren E-Fullys der Reihe. Es kombiniert unter anderem:

  • Bosch Performance Line CX,
  • einen Carbonrahmen,
  • 160 Millimeter Federweg vorn,
  • 150 Millimeter Federweg hinten,
  • RockShox-Fahrwerk,
  • elektronische SRAM-Schaltung,
  • integrierte Beleuchtung.

Das Copperhead EVO AM eignet sich für lange Anstiege, technische Touren und Alpenüberquerungen. Wer ein leistungsfähiges E-Fully sucht, aber kein Getriebe- und Riemenkonzept benötigt, findet hier eine konventionellere Lösung.

Die angegebene Kategorie und Belastungsgrenze bleiben wichtig. Auch ein kräftiges E-MTB ist kein uneingeschränktes Downhill-Fahrrad. Bei einem Copperhead EVO AM werden Sprünge und Drops bis etwa 60 Zentimeter als Rahmen des vorgesehenen Einsatzes genannt.

Sonic: integrierte E-MTB-Plattform

Die Sonic-Serie reicht vom Cross-Country-E-MTB bis zum Enduro-Modell. BULLS verwendet dafür ein eigenes Rahmenkonzept und kombiniert es je nach Ausführung mit Bosch-CX- oder Bosch-SX-Antrieben.

Zu den Merkmalen der Reihe gehören:

  • integrierte Beleuchtung,
  • MonkeyLink Twinlights,
  • unterschiedliche Akku- und Motorvarianten,
  • ein Flip-Chip zur Anpassung des Fahrwerks,
  • je nach Einstellung 145 oder 160 Millimeter Federweg.

Die Modellbezeichnung allein sagt wenig über das Fahrverhalten aus. Vor dem Kauf sollten Motor, Akku, Laufradgröße, Federweg und Gewicht des konkreten Sonic-Modells verglichen werden.

Vuca EVO AM: E-MTB mit Pinion-Getriebe

Das Vuca EVO AM verfolgt ein anderes Antriebskonzept. Der Pinion-Antrieb kombiniert Motor und 12-Gang-Getriebe in einer Einheit. Statt einer klassischen Kette arbeitet das Fahrrad mit einem Carbonriemen. Ein außen liegendes Schaltwerk entfällt.

Das bringt mehrere praktische Vorteile:

  • Das Getriebe sitzt geschützt im Rahmen.
  • Der Riemen benötigt weniger Reinigung als eine Kette.
  • Das Hinterrad besitzt weniger empfindliche Antriebsteile.
  • Die Gewichtsverteilung liegt zentraler.
  • Das Fahrrad lässt sich auch im Stand schalten.

Beim Vuca EVO AM 2 wurden 160 Millimeter Federweg vorn, 150 Millimeter hinten und ein 800-Wh-Akku angegeben. Eine Messung in Größe L ergab 25,7 Kilogramm. Der Preis lag bei 8.499 Euro, ein Einstiegsmodell wurde ab 6.999 Euro genannt.

Das hohe Gewicht gehört zur Einordnung dazu. Tests beschrieben das Vuca als komfortabel und tourenstark, aber nicht als Leichtgewicht. Der Automatikmodus arbeitet auf flacheren Strecken überzeugender als an steilen, technischen Anstiegen. Eine Probefahrt sollte deshalb zeigen, ob Schaltverhalten, Geräuschentwicklung und Gewicht zum eigenen Fahrstil passen.

Hardtail oder Fully?

Die Wahl zwischen Hardtail und Fully beeinflusst Fahrgefühl, Preis und Wartung.

Vorteile des Hardtails

Ein Hardtail ist:

  • leichter,
  • günstiger,
  • einfacher zu warten,
  • effizient auf Asphalt, Schotter und glatten Waldwegen,
  • direkt bei der Kraftübertragung.

Copperhead-Modelle passen deshalb gut zu sportlichen Touren und Cross-Country. Sharptail-Modelle richten sich stärker an Alltag und gemäßigtes Gelände.

Vorteile des Fullys

Ein Fully besitzt zusätzlich eine gefederte Hinterbaukonstruktion. Es bietet:

  • mehr Komfort auf Wurzeln und Steinen,
  • bessere Traktion an technischen Anstiegen,
  • mehr Kontrolle auf der Abfahrt,
  • höhere Reserven bei langen, ruppigen Trails.

Der Preis dafür sind mehr Gewicht, höhere Anschaffungskosten und zusätzlicher Wartungsbedarf. Für überwiegend asphaltierte Wege bringt ein Fully wenig Mehrwert. Wer dagegen regelmäßig technische Trails fährt, profitiert von der zusätzlichen Federung.

Klassisches Mountainbike oder E-MTB?

Ein klassisches Mountainbike passt zu Fahrern, die ihr eigenes Tempo und ihre Fitness trainieren möchten. Es ist leichter, mechanisch einfacher aufgebaut und meist günstiger.

Ein E-MTB hilft vor allem an langen Anstiegen. Dadurch lassen sich mehr Höhenmeter bewältigen oder längere Touren mit unterschiedlichem Fitnessniveau gemeinsam fahren. Motor, Akku und zusätzliche Komponenten erhöhen jedoch Gewicht, Preis und Wartungsaufwand.

Die Akku-Kapazität allein sagt wenig über die Reichweite aus. Höhenmeter, Unterstützungsstufe, Körpergewicht, Reifendruck, Außentemperatur und Fahrstil beeinflussen den Verbrauch. Ein 800-Wh-Akku bietet viel Kapazität, garantiert aber keine bestimmte Kilometerzahl.

Darauf sollten Käufer achten

Rahmengröße und Sitzposition

Die passende Rahmengröße hängt nicht nur von der Körpergröße ab. Schrittlänge, Armlänge, gewünschte Sitzposition und Einsatzbereich spielen ebenfalls eine Rolle. Ein Race-Fully wird anders positioniert als ein Enduro-Bike.

Beim Fachhändler sollten Interessierte besonders auf folgende Punkte achten:

  • Erreichbarkeit des Lenkers,
  • Kniewinkel,
  • Bewegungsfreiheit im Stehen,
  • Sitzposition bergauf,
  • Kontrolle bei einer kurzen Abfahrt,
  • Verstellbereich der Sattelstütze.

Die Größenangaben des Herstellers sind Richtwerte. Eine Probefahrt ist bei Fullys und E-MTBs besonders sinnvoll.

Laufradgröße

29-Zoll-Laufräder rollen leichter über Hindernisse und halten auf schnellen Strecken besser die Geschwindigkeit. Kleinere Laufräder können für kleinere Personen oder besonders wendige Fahrweisen Vorteile bieten.

27,5 und 29 Zoll sind heute die verbreiteten Größen. 26 Zoll findet sich vor allem bei Kinderfahrrädern und einzelnen speziellen Gravity-Modellen.

Federweg und Einsatzkategorie

Mehr Federweg bedeutet nicht automatisch ein besseres Fahrrad. Er erhöht die Reserven im groben Gelände, kann aber Gewicht und Antriebseffizienz verschlechtern.

  • 120 Millimeter passen zu Cross-Country und Marathon.
  • 140 Millimeter decken vielseitige All-Mountain-Touren ab.
  • 160 bis 170 Millimeter richten sich an Enduro und anspruchsvolle Abfahrten.

Die vom Hersteller angegebene Einsatzkategorie sollte ernst genommen werden. Ein Touren-Fully eignet sich nicht automatisch für große Sprünge oder häufige Bikepark-Fahrten.

Bremsen, Reifen und Laufräder

Bei anspruchsvollen Abfahrten zählen nicht nur Rahmen und Federweg. Große Bremsscheiben, griffige Reifen mit stabiler Karkasse und belastbare Laufräder beeinflussen die Sicherheit und Kontrolle deutlich.

Ein leicht rollender Reifen passt zu Cross-Country. Für Enduro erhöhen breitere Reifen und eine robuste Karkasse die Pannenresistenz, kosten aber Geschwindigkeit auf Asphalt.

Gewicht und Transport

Das Gewicht spielt beim Tragen, auf dem Fahrradträger und bei langen Anstiegen eine Rolle. E-MTBs sind wegen Motor, Akku und verstärktem Rahmen deutlich schwerer. Das Vuca EVO AM 2 liegt laut Messung bei 25,7 Kilogramm in Größe L.

Vor dem Kauf sollten Käufer die Traglast des Fahrradträgers und das zulässige Gesamtgewicht des Fahrrads prüfen.

Preis-Leistung richtig einordnen

BULLS deckt eine große Preisspanne ab. Ein Sharptail richtet sich an andere Käufer als ein Carbon-Race-Fully oder ein E-MTB mit integriertem Getriebe. Pauschale Aussagen über das Preis-Leistungs-Verhältnis der gesamten Marke führen deshalb zu kurz.

Tests bewerteten unter anderem das Wild Edge und das Wild Ronin positiv im Verhältnis von Ausstattung und Preis. Die konkreten Preise hängen jedoch von Modelljahr, Ausstattung, Verfügbarkeit und Händler ab. Vor dem Kauf sollten die aktuelle unverbindliche Preisempfehlung und der tatsächliche Endpreis verglichen werden.

Zusätzlich zum Kaufpreis zählen:

  • erste Inspektion,
  • Verschleißteile,
  • Fahrwerksservice,
  • Akku- und Ladegerätkosten,
  • Ersatzteilversorgung,
  • Garantiebedingungen,
  • Montage und Händlerbetreuung.

Vier typische Kaufentscheidungen

Feierabendrunde und Alltag

Wer überwiegend auf Radwegen, Feldwegen und einfachen Waldwegen fährt, braucht kein Carbon-Fully mit 160 Millimeter Federweg. Ein Sharptail Street oder ein Copperhead-Hardtail ist für diesen Zweck sinnvoller.

Sportliche Touren und Cross-Country

Für sportliche Touren ohne Motor ist das Copperhead eine gute Ausgangsbasis. Wer lange, ruppige Strecken fährt und mehr Komfort benötigt, sollte das Wild Edge als Race-Fully prüfen.

Alpen-Touren und technische Abfahrten

Für lange Anstiege mit anspruchsvollen Abfahrten passen ein Wild Ronin ohne Motor oder ein Copperhead EVO AM als E-Fully. Sitzposition, Bremsen, Reifen, Akkukapazität und tatsächliches Gewicht sollten vor dem Kauf getestet werden.

Enduro und Bikepark

Das Wild Creed ist die passende BULLS-Richtung für Enduro. Wer überwiegend sehr schnelle Bikepark-Abfahrten fährt, sollte den Lenkwinkel, die Fahrwerksabstimmung und die Laufradstabilität mit anderen Enduro-Modellen vergleichen.

Lange E-MTB-Touren mit wenig Antriebswartung

Das Vuca EVO AM spricht Fahrer an, die ein geschütztes Getriebe und einen Riemenantrieb bevorzugen. Das höhere Gewicht, der Preis und das besondere Schaltgefühl sollten vor dem Kauf bei einer längeren Probefahrt geprüft werden.

Fazit: BULLS-Mountainbike nach Einsatz kaufen

BULLS bietet eine breite Modellpalette mit nachvollziehbaren Schwerpunkten. Das Sharptail ist ein alltagstauglicher Einstieg für leichte Wege. Das Copperhead eignet sich für sportliche Hardtail-Touren. Wild Edge, Wild Ronin und Wild Creed decken die Bereiche Race, All-Mountain und Enduro ab. Bei den E-MTBs reichen Copperhead EVO und Sonic von sportlichen Touren bis zu anspruchsvollen Trails. Das Vuca EVO AM setzt mit Pinion-Getriebe und Riemenantrieb einen eigenen Schwerpunkt.

Die beste Wahl ergibt sich aus Strecke, Fahrstil und Budget. Eine Probefahrt beim BULLS-Fachhändler, der Vergleich der konkreten Ausstattung und die Prüfung von Rahmengröße, Einsatzkategorie und zulässigem Gesamtgewicht verhindern Fehlkäufe.