Bosch eBike-Motoren im Vergleich

Bosch bietet seit 2013 zwei Mittelmotor-Reihen für E-Bikes an: Active Line und Performance Line. Beide sitzen im Tretlager in der Rahmenmitte und unterstützen das Treten. Die Active Line eignet sich für entspanntes Fahren in Stadt und Alltag, die Performance Line für mehr Kraft an Steigungen und sportlicheres Tempo. Welche Reihe passt, bestimmt Ihr Fahrstil.

Was die Active Line bietet

Die Active Line unterstützt gleichmäßig und sanft. Sie spricht ruhig aufs Pedalieren an und eignet sich für Stadtfahrten, flache Touren und den Weg zur Arbeit. Viele Hersteller verbauen sie in City- und Trekkingrädern. Die Unterstützung setzt weich ein und endet beim Ausrollen sanft. Das ist im Alltag angenehm. Wer selten steile Anstiege fährt und ein natürliches Fahrgefühl schätzt, kommt mit dieser Reihe gut zurecht.

Was die Performance Line leistet

Die Performance Line liefert spürbar mehr Drehmoment und damit mehr Schub an Steigungen. Sie eignet sich für Touren mit Gepäck, hügeliges Gelände und sportliche Fahrer. Die Variante Performance Line CX erhöht die Kraft noch einmal und ist in Mountainbikes üblich. Die Performance Line Speed unterstützt höhere Geschwindigkeiten und macht das Rad zum S-Pedelec (ein E-Bike, das bis 45 km/h unterstützt). In Deutschland setzt das eine Versicherung und eine Fahrerlaubnis voraus. Für Lastenräder gibt es mit der Cargo Line eine eigene Variante, die viel Drehmoment bei niedrigerem Tempo liefert.

Welcher Motor zu welchem Rad passt

Für den täglichen Weg zur Arbeit und kurze Besorgungen reicht die Active Line meist aus. Wer regelmäßig Anstiege fährt, mit Gepäck unterwegs ist oder sportlich fahren möchte, sollte zur Performance Line greifen. Für den Einsatz abseits befestigter Wege und in steilem Gelände ist die Performance Line CX die passende Wahl. Entscheidend ist also nicht die Motorleistung an sich, sondern wo und wie Sie fahren.

Warum der Mittelmotor im Alltag überzeugt

Der Mittelmotor sitzt tief in der Rahmenmitte und hält den Schwerpunkt des Rades zentral. Das macht das Rad ausgewogen und gut beherrschbar, auch mit Gepäck. Weil der Motor über die Kette arbeitet, nutzt er die vorhandene Schaltung. Sie können in einen leichteren Gang schalten, bevor der Motor mehr Kraft braucht. Das schont Akku und Antrieb. Praktisch ist auch, dass bei einem Mittelmotor das Hinterrad frei von Motor und Kabeln bleibt. So sind Reifenwechsel und Transport einfacher. Zudem lässt sich ein Rad mit Mittelmotor auch ohne Unterstützung treten, wenn der Akku leer ist.

Software-Upgrade für ausgewählte Antriebe

Bosch bietet für ausgewählte Antriebe im smart system (der aktuellen Steuerungselektronik) eine zeitlich begrenzte Software-Aktualisierung an. Sie erhöht die Leistung vorübergehend. Je nach Motor sind dabei bis zu 120 Newtonmeter Drehmoment und 600 Prozent Unterstützung möglich. Die Aktualisierung gilt nicht für alle Antriebe, und die genauen Bedingungen legt Bosch für jedes Modell fest. Wenn Sie ein aktuelles Rad mit smart system besitzen, lohnt ein Blick in die Bosch-App oder die Händlerunterlagen, ob Ihr Antrieb dazu gehört.